Tipps vom Profi
So setzen Sie Ihr Auto auf Fotos richtig in Szene
Aktualisiert am 15.05.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Ob für den Verkauf des Wagens oder zum Posten auf Social Media: Fotos vom eigenen Auto sollen vorteilhaft aussehen. Mit diesen Tipps klappt das garantiert.
Ob aus Leidenschaft – etwa bei Young- und Oldtimer-Fans –, oder aus praktischen Gründen wie einem Verkauf: Ohne Vorbereitung und das richtige Timing wirken Bilder von Autos schnell beliebig.
Der erste Schritt führt in die Waschstraße. Ein sauberer Lack, gereinigte Felgen und ein aufgeräumter Innenraum sorgen für einen besseren Gesamteindruck – und erhöhen bei Verkaufsanzeigen die Chancen. Fotograf Fabian Kirchbauer empfiehlt, das Fahrzeug vor dem Shooting komplett auszuräumen: „Das gilt für alle Autos, egal ob neue Autos, Young- oder Oldtimer, Limousinen, SUV oder Roadster.“
Der richtige Ort entscheidet
Nach der Reinigung kommt es auf die Umgebung an. Kirchbauer rät zu einem ruhigen Hintergrund und möglichst freien Flächen, idealerweise leicht erhöht und außerhalb dichter Bebauung. So vermeiden Fotografen störende Spiegelungen von Bäumen, Häusern oder anderen Autos im Lack oder in den Scheiben. Selbst Wolken können sich spiegeln – ein klarer Himmel ist daher von Vorteil.
In der Stadt bieten große Parkplätze oder neutrale Wände eine Alternative. Entscheidend sei, so Kirchbauer, dass nichts vom Fahrzeug ablenkt.
Licht und Perspektive bewusst wählen
Beim Licht empfiehlt sich Zurückhaltung: Schwache Sonneneinstrahlung oder seitliches Licht lassen die Karosserie gleichmäßiger wirken. Ein Stativ kann helfen, Verwacklungen zu vermeiden und den Bildaufbau zu präzisieren.
Auch der Abstand spielt eine Rolle. Kirchbauer empfiehlt rund fünf Meter Distanz, um Verzerrungen zu vermeiden. Bei Kameras entspricht das einer Brennweite ab 50 Millimeter, besser noch 85 Millimeter. Smartphone-Nutzer sollten mindestens den Zweifach-Zoom wählen, da Weitwinkelobjektive die Proportionen verfälschen können.
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Details machen den Unterschied
Für zusätzliche Effekte setzt Fotograf Daniel Wollstein auf scheinbare Kleinigkeiten:
- behandelte, tiefschwarze Reifen lassen Räder größer wirken
- eingeschaltete Scheinwerfer verleihen dem Auto mehr Präsenz
Die bevorzugte Perspektive ist eine Dreiviertelansicht von vorne, idealerweise mit Blick auf die Fahrerseite. Sie zeigt das Fahrzeug möglichst vollständig und plastisch. Wichtig dabei:
- Räder gerade ausrichten
- alle vier Räder sichtbar halten
- Kameraposition eher niedrig wählen, um Dynamik zu erzeugen
Die Höhe variiert je nach Fahrzeugtyp – Kompaktwagen etwa auf Hüfthöhe, SUVs etwas höher.
Zusammenfassung: Fünf Tipps für gelungene Fotos
– Auto vorher reinigen und aufräumen
– Freie Fläche suchen
– Am frühen Morgen oder Abend fotografieren
– Dreiviertel-Perspektive, um Proportionen besser darzustellen
– Mindestens fünf Meter Abstand zum Auto
