Ausflugstipp für Berliner
Fachwerk, Backstein, Skulpturen: Diese Stadt bezaubert
Aktualisiert am 25.01.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Altstadt, See, Wanderwege – und Berlin ist nur eine Zugstunde entfernt. Angermünde ist ein perfektes Ziel für alle, die mal raus aus der Großstadt müssen.
Zwischen Wäldern und Seen liegt Angermünde – eine der ältesten Städte der Uckermark. Wer von Berlin aus einen Tagesausflug plant, trifft hier auf eine mittelalterliche Altstadt mit gotischen Backsteinbauten, kleinen Museen und überraschenden Zeugnissen der Geschichte.
Bereits im Jahr 1233 wurde Angermünde erstmals urkundlich erwähnt. Nach einem verheerenden Stadtbrand wurde die Handwerker- und Ackerbürgerstadt ab 1705 wieder aufgebaut. Abgesehen von der mittelalterlichen Stadtbefestigung und den großen Kirchen sind die Gebäude in der historischen Altstadt daher oftmals um die 300 Jahre alt.
Wer durch Angermünde streift, sieht viele Fachwerkhäuser. Eines der wichtigsten ist das „Haus Uckermark“ in der Straße Hohen Steinweg 17/18. Es entstand zwischen den Jahren 1692 und 1695 in der ersten gepflasterten Straße von Angermünde. Dieses Gebäude diente als Gasthaus mit Bierbraurecht, als Hotel Reichshalle, als Kino und Saalbau inklusive einer Turnhalle. Heute beherbergt es ein Museum und die Touristeninformation.
Besonders auffällig ist die St.-Marien-Kirche, deren imposanter Bau das Zentrum prägt. Sie wurde im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen gebaut und erhielt im 15. und 16. Jahrhundert durch backsteingotische An- und Umbauten ihr heutiges Aussehen.
Bei einem Rundgang durch Angermünde kommt man auch unweigerlich an der Stadtmauer vorbei. Mit ihrem Bau wurde schon kurz nach der Stadtgründung begonnen. Die Mauer bestand aus Backsteinen und war bis zu sieben Meter hoch. Mit der Ausdehnung der Stadt verschwand die Mauer allerdings bis auf wenige Reste und mit ihr auch die vier Stadttore. Erhalten hat sich dagegen der Pulverturm. Er ist 21 Meter hoch und reicht 3,50 Meter in die Tiefe. Seit 1850 nisten auf seiner Spitze Störche.
Am Marktplatz entdecken Besucher mehrere Skulpturen. Sie stammen von dem Angermünder Künstler Christian Uhlig. Seine Brunnenanlage auf dem Platz besteht aus sechs Einzelobjekten: Drei kleine Plastiken, eine in der Ofenecke liegende Katze, die ihre Mäuse zählt, ein vergessener Werkzeugkasten und ein Fischbrett an den Hauptzugängen leiten die Brunnenanlage ein. Im Zentrum stehen die Skulpturen eines alten Kahns, aus dessen löchrigen Seitenwänden Wasser fließt, sowie eines Mannes und einer Frau. Aus Gegenständen, die sie unter dem Arm tragen, sprudelt Wasser.
