Wochenend-Tipp

Fachwerk und Klostergarten – ein Bummel durch Riddagshausen


Aktualisiert am 06.04.2026 – 04:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Kloster Riddagshausen (Archivbild): In dem Braunschweiger Stadtteil gibt es einiges zu sehen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Klaus Rein/imago)

Ausflug in die Natur? Am Rande der Löwenstadt lädt ein gemütlicher Ort zum Kurztrip ein.

Einen Ausflug ins Grüne und in die ruhige Natur verbindet man meist automatisch mit einer längeren Fahrt. In Braunschweig gibt es aber ein gemütliches Ausflugsziel in nächster Nähe. Am Rande der Löwenstadt liegt der sehenswerte Stadtteil Riddagshausen.

Rund 900 Jahre ist es her, dass Zisterzienser den Ortsteil erschlossen und anschließend – im Jahr 1145 – das Kloster Riddagshausen gründeten. Aus einem Vorgängerbau entstand im Jahr 1216 die heutige Klosterkirche St. Mariae, die nach dem Magdeburger Dom zu den ältesten gotischen Bauwerken Deutschlands gehört.

Von dem ursprünglichen Kloster gibt es ebenfalls einige Überbleibsel. Neben der Klosterkirche kann man bis heute das Torhaus, die aus Bruchsteinen errichtete Klostermauer, die Frauen- oder Fremdenkapelle und die Siechenkapelle besichtigen. Die Geschichte können Besucher im Museum im mittelalterlichen Torhaus nachvollziehen.

Der danebenliegende Klostergarten, in dem die Mönche damals vor allem Gemüse, Obst und Arzneipflanzen anbauten, ist durch ein kleines Holztor erreichbar. Die Anlage östlich der Klosterkirche entstand 2004 in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig neu. Hochbeete sollen an die mittelalterliche Kulturmethode erinnern. Der Garten ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Reichlich Natur gibt es aber auch außerhalb des Klostergeländes: Kleinere Waldstücke und Teiche erstrecken sich über eine Fläche von rund 526 Hektar und laden zu Wanderungen und Fahrradtouren ein. Laut Angaben der Stadt Braunschweig gilt das Gebiet aufgrund der besonderen Vielfalt, des Artenreichtums und der Schönheit bereits seit 1936 als Naturschutzgebiet.

Viele Lehrtafeln informieren auf dem Weg durch die Natur über die unterschiedlichen Lebensräume des Gebiets. An höhergelegenen Orten, wie etwa der Weddeler Grabniederung, haben Besucher eine gute Aussicht auf die schöne Landschaft.

Share.
Die mobile Version verlassen