Ausflugstipp in Hessen

Fachwerk-Perle mit steilen Gassen: Diese Stadt bezaubert


Aktualisiert am 18.05.2026 – 22:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Altstadt in Marburg (Archivbild): Die mittelhessische Stadt ist unter anderem für ihre vielen Fachwerkhäuser bekannt. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Roland Brack/imago)

Nur rund eine Stunde von Frankfurt entfernt liegt eine der schönsten Altstädte Hessens: Marburg bezaubert mit Fachwerk, steilen Gassen und einem Schloss.

Wer durch die Marburger Oberstadt schlendert, fühlt sich schnell in eine längst vergangene Epoche versetzt: Enge Gassen, steile Treppen und Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten prägen das Bild der historischen Altstadt. Hoch über den Dächern der Stadt thront das imposante Landgrafenschloss – und in unmittelbarer Nähe erhebt sich eine der bedeutendsten gotischen Kirchen ganz Deutschlands.

Etwa eine Autostunde nördlich von Frankfurt erstreckt sich die Universitätsstadt an der Lahn. Vor allem die Altstadt zählt zu den besterhaltenen historischen Stadtensembles in ganz Hessen.

Panorama über Marburg mit Schlossblick: Die mittelhessische Stadt ist unter anderem für ihre vielen Fachwerkhäuser bekannt. (Quelle: kavalenkava via imago-images.de/imago)

Marburgs steiles Stadtbild

Die Marburger Oberstadt erstreckt sich vom Schlossberg bis hinunter zur Lahn. Die charakteristische Hanglage prägt das Stadtbild noch heute: Zahlreiche Wege führen als Treppenstufen zwischen dicht gedrängten Häusern den Berg hinauf.

Im historischen Kern stehen mehr als 700 Gebäude aus der Zeit zwischen dem 14. Jahrhundert und 1866, darunter zahlreiche Fachwerkhäuser mit hervorstehenden Obergeschossen. Große Teile der Altstadt stehen unter Denkmalschutz. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Gebäude aufwendig restauriert oder auf Grundlage historischer Bausubstanz wiederhergestellt.

Zentraler Treffpunkt ist der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus, das 1527 fertiggestellt wurde. Rund um den Platz und in den umliegenden Gassen wie der Wettergasse oder der Barfüßerstraße zeigt sich besonders gut, wie dicht und verwinkelt die mittelalterliche Stadtstruktur bis heute geblieben ist.

Schloss mit fast tausendjähriger Geschichte

Über der Altstadt erhebt sich das Landgrafenschloss Marburg, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Strategisch ausgebaut wurde die Anlage im 13. Jahrhundert; später diente sie unter anderem als Festung, Gefängnis und Archiv.

Das Landgrafenschloss in Marburg (Archivbild): Es wurde im 11. Jahrhundert als Burg angelegt. (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

Nach der Teilung Hessens im Jahr 1567 fiel das Schloss an Hessen-Kassel. Heute beherbergen Teile der Anlage das Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Von den Mauern der Schlossanlage eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt und das Lahntal.

Eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Elisabethkirche. Sie wurde zwischen 1235 und 1283 über dem Grab der heiligen Elisabeth von Thüringen errichtet.

Die Elisabethkirche und das Deutsche Haus (Archivbild): Sie gilt als eine der ältesten gotischen Kirchen in Deutschland. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Stefan Ziese/imago)
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