Das steckt dahinter

Hamburger Brunnen plötzlich giftgrün eingefärbt


21.05.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Springbrunnen des Parks Planten un Blomen: Das Wasser leuchtete am Donnerstagmorgen grün. (Quelle: Bodo Marks/dpa)

Wer am Donnerstagmorgen durch die Hamburger Innenstadt lief, dürfte sich gewundert haben: Mehrere Brunnen leuchteten auf einmal grell grün.

In den frühen Morgenstunden bot sich in Teilen der Hamburger Innenstadt ein ungewöhnliches Bild: Mehrere Brunnen und Wasserbecken leuchteten am Donnerstag plötzlich grellgrün. Hinter der Aktion steckt die Klimagruppe Extinction Rebellion.

Nach eigenen Angaben färbten die Aktivisten vier Brunnen in der Innenstadt sowie Wasserbecken in den Wallanlagen mit dem Farbstoff Uranin ein. Die Gruppe spricht von einer Kunstaktion gegen die Gaspolitik der Bundesregierung, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wirft sie „Greenwashing“ vor.

Protest gegen Gaspolitik

Man wolle damit auf den aus Sicht der Aktivisten problematischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen. Extinction Rebellion wirft der Bundesregierung und vor allem Reiche vor, fossile Energien unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit weiter auszubauen.

Der Vierländerin-Brunnen in der Innenstadt von Hamburg: Auch hier wurde das Wasser eingefärbt. (Quelle: Bodo Marks/dpa)

Hintergrund ist ein neuer Gesetzentwurf zum Bau zusätzlicher Gaskraftwerke. Diese sollen künftig bei sogenannten Dunkelflauten einspringen – also dann, wenn Wind- und Solarenergie zeitweise nicht ausreichend Strom liefern.

Grüne Färbung soll von allein wieder verschwinden

Bei dem verwendeten Stoff handelt es sich laut Extinction Rebellion um einen ungiftigen fluoreszierenden Farbstoff. Uranin wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung oder auch in Badesalzen eingesetzt. Die grüne Färbung soll je nach Intensität nach einigen Stunden oder Tagen wieder verschwinden.

Die Polizei bestätigte den Vorfall. Nun werde geprüft, welcher Stoff genau in die Brunnen gegeben wurde. Hinweise auf eine strafrechtlich relevante Gewässerverunreinigung gebe es bislang aber nicht.

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