
Kratzen bei Juckreiz ist ein natürlicher Reflex, der sich kaum unterdrücken lässt, bei Kindern wie bei Erwachsenen. Kratzen sollten Betroffene vermeiden, um die Haut nicht zu verletzen und Blutungen und Entzündungen zu verhindern.
Der DAAB empfiehlt, gegen das Jucken Kälte einzusetzen. Ein in ein Tuch gewickeltes Kühlpad, ein kalter Löffel oder ein Säckchen mit getrockneten Erbsen aus dem Kühlschrank kann die Haut kühlen. Auch können die Betroffenen die juckenden Stellen den Experten zufolge reiben, beklopfen oder kneifen. Erlaubt ist, was die Haut nicht zusätzlich verletzt.
Wichtig bei einer Neurodermitis ist außerdem, zu schauen, ob eine Allergie besteht und das Krankheitsbild mitbestimmt, beispielsweise eine Pollenallergie oder eine Hausstaubmilbenallergie. Dann gilt es, die Allergieauslöser möglichst zu vermeiden. Außerdem ist dann eine Hyposensibilisierung, bei welcher der Körper langsam an die Allergene gewöhnt wird, ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Sie kann ab einem Alter von etwa fünf Jahren durchgeführt werden.
Laut dem DAAB sind die häufigsten Allergieauslöser einer Neurodermitis Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und Nahrungsmittel. Im Säuglings- und Kleinkindalter könne ein Allergietest auf Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Erdnuss und/oder Haselnuss hilfreich sein.
Auch andere Triggerfaktoren sollten reduziert werden, etwa mechanische Reize wie Wolle auf der Haut sowie Klimaeinflüsse wie Hitze, Schwitzen und trockene Heizungsluft. Auch ein gutes Stressmanagement sowie ein gesunder Lebensstil sind von Bedeutung. Auf Rauchen und Alkohol sollten Betroffene verzichten.