Experten kämpfen mit Identifizierung der Brandopfer

Feuerwalze in Crans-Montana

Experten haben Mühe, die Toten zu identifizieren

Aktualisiert am 02.01.2026 – 07:22 UhrLesedauer: 3 Min.

Player wird geladen

Video: Feuer breitet sich in der Silvesternacht aus. (Quelle: t-online)

Nach der Brandkatastrophe in der Schweiz sind Experten bemüht, die Opfer zu identifizieren. Das gestaltet sich jedoch aufgrund des Zustands der Leichen schwierig.

Nach der Brandkatastrophe in einem Schweizer Skiort mit mindestens 40 Toten hat am Freitag die schwierige Identifizierung der Opfer begonnen. Die Leichen seien so stark verbrannt, sodass es Tage dauern könne, bis die Namen aller Opfer festgestellt würden, teilten die Schweizer Behörden mit. „Das erste Ziel ist es, allen Leichen Namen zuzuordnen“, sagte der Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Feraud, am Donnerstagabend.

Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard erklärte, Experten nutzten dafür Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich „100-prozentig sicher“ sein, bevor man die Familien informiert. Bei dem Brand wurden zudem 115 Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Eltern vermisster Jugendlicher bitten in den sozialen Medien verzweifelt um Informationen über ihre Familienangehörigen. Laut Medienberichten sind viele junge Menschen unter den Verletzten. „Im Durchschnitt sind sie zwischen 16 und 26 Jahre alt“, sagte die Direktorin des Universitätsspitals Lausanne dem Nachrichtenportal „24 Heures“.

Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Die Kantonsregierung des Wallis schrieb in einer Mitteilung von einem „Flashover“ in der Bar, ein Brandphänomen, das eine Brandschutzsachverständige in der ARD mit einer Art Feuerwalze verglich.

Video | Inferno in der Schweiz: „Ich kann sie nicht erreichen“

Player wird geladen

Quelle: t-online

Ausländische Botschaften versuchen derweil zu klären, ob ihre Staatsangehörigen betroffen sind. Nach Angaben italienischer Behörden wurden am Donnerstag 16 Italiener vermisst. Rund ein Dutzend italienische Staatsangehörige befinden sich in Krankenhäusern. Laut einer Mitteilung des französischen Außenministeriums werden acht französische Staatsbürger vermisst. Australische Behörden teilten mit, dass sich ein Australier unter den Verletzten befindet.

Viele der mehr als 110 Verletzten weisen lebensbedrohliche Verbrennungen auf. In der Universitätsklinik Lausanne wurden allein etwa 13 erwachsene und 8 minderjährige Brandverletzte aufgenommen, „deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist“, wie der Chefarzt des Spitals Morges, Wassim Raffoul, dem Sender RTS sagte.

Aktie.
Die mobile Version verlassen