Experten geben Hoffnung auf

Es gibt schon Pläne für Timmys Obduktion

Aktualisiert am 01.04.2026 – 16:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Der gestrandete Buckelwal: Für sein Ableben gibt es schon konkrete Pläne. (Quelle: Daniel Müller/dpa)

Es besteht keine Hoffnung mehr, dass der gestrandete Buckelwal den Weg aus der Ostsee findet. Nach dem Ableben des Tieres sollen externe Experten Klarheit schaffen.

Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, erklärte, dass es bereits Pläne für die Zeit nach dem Ableben des Wals gebe. Das Tier soll demnach in das Meeresmuseum nach Stralsund gebracht werden. Dieses Vorgehen sei üblich: Auch wenn an den Stränden von Mecklenburg-Vorpommern etwa eine tote Robbe gefunden werde, sei dies der Ablauf.

Burkard Baschek vom Meeresmuseum betonte, dass im Museum eine Obduktion des Wals durchgeführt werden soll, um Rückschlüsse auf die Todesursache und die Gründe der Verirrung des Tieres zu finden. Er erklärte, dass es ausdrücklich nicht um die Präparation des Tieres oder die Erhaltung seines Skeletts für Ausstellungszwecke gehe.

Bisher sei vollkommen unklar, an welchen Krankheiten das Tier leidet. Auch auf eine zeitliche Prognose wollten sich die Experten bei der Pressekonferenz nicht festlegen: Der Wal könne noch fünf Tage leben – vielleicht aber auch noch mehrere Wochen.

Die Biologen erklärten, dass sie davon ausgehen, dass der Wal seine Orientierungsfähigkeit verloren habe. Auch, als er sich von der Sandbank befreien konnte, habe er nicht den Weg zurück in seine heimischen Gewässer gefunden.

Es sei außerdem noch nicht geklärt, welche Rolle das Netz, das der Wal verschluckt haben soll, in der Tragödie spielt. Um vollkommene Transparenz zu gewährleisten, soll die Untersuchung des toten Tieres von externen Experten durchgeführt werden.

Der Buckelwal war in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) gestrandet. Es gelang dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er vor Wismar in flachem Wasser gesichtet. Am Montagabend schwamm er von dort erneut los. Doch seit Dienstagmittag ist bekannt, dass er erneut festsitzt.

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