Exotische Hunderassen: Das sind ihre Ursprünge

Tierisches Wissen

Exotische Hunderassen: Das sind ihre Ursprünge


08.01.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Hund und Halter in nebligem Noida: Entdecken Sie die Herkunft exotischer Hunderassen. (Quelle: IMAGO/Hindustan Times/imago)

Hunde gehören nach Katzen zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Darunter gibt es auch sehr exotische Rassen. Wo kommen sie her?

Während manche Hunderassen zum Stadtbild gehören, wirken andere schon auf den ersten Blick exotisch. Sie erinnern stark an Wildtiere und haben optisch wenig mit dem klassischen Familienhund gemeinsam. Dahinter stecken oft lange Geschichten, die eng mit Kulturen und Regionen verbunden sind.

Seltene und exotische Rassen werden oft nur an wenigen Orten der Welt gezüchtet. Sie gelten als eine Art Erbstück und Züchtern ist es ein Anliegen, physische Merkmale der Rasse zu erhalten. Um das zu gewährleisten, werden genetische Tests eingesetzt. Unerwünschte Merkmale lassen sich so aus dem Genpool ausschließen.

Als selten gilt eine Hunderasse dann, wenn nur wenige Exemplare existieren. Je strenger die Zuchtstandards, desto geringer ist die Population eines Hundes.

Viele exotische Rassen wurden erst sehr spät international bekannt. Sie kamen im 20. Jahrhundert und später nach Europa. Die Menschen waren bestimmte Eigenschaften von Hunden bereits gewohnt, die von den Exoten nicht erfüllbar waren.

Oft wurden die Tiere für einen bestimmten Zweck gezüchtet und sind für das Leben in Wohnungen, Leinenpflicht und soziale Strukturen ungeeignet. Nicht jede Rasse ist als Familienhund geeignet und so verbreiten sich exotische Rassen nur selten weiter.

Exotische Rassen wurden nicht dafür gezüchtet, eng mit dem Menschen zusammenzuleben. Ihre Eigenschaften dienten primär der Erledigung bestimmter Aufgaben. Züchter geben die Tiere daher meist nur an Menschen ab, die sich mit den Bedürfnissen und Ansprüchen der Rasse auseinandersetzen.

Schäferhund, Dackel, Golden Retriever und viele andere Rassen sind in Deutschland häufig. Sie gelten als Familienhunde, können aber auch spezielle Aufgaben erfüllen. So ist der Schäferhund ein bekanntes Tier im Polizeiwesen, während der Dackel eine Rolle bei der Jagd spielt.

Die drei nachfolgenden Hunderassen gelten hingegen als Exoten und sind in Deutschland nur selten zu sehen. Sie wurden für spezielle Zwecke gezüchtet und sind nur bedingt für ein familiäres Leben bei Hundeliebhabern geeignet.

Diese exotische Hunderasse stammt aus der Sahelzone in Westafrika und wurde ursprünglich von Nomaden gezüchtet. Seine Aufgabe bestand darin, das Nutzvieh zu bewachen und auf Wildtierjagd zu gehen. Sein schlanker Körper ist auf Ausdauer und Hitzeverträglichkeit ausgerichtet.

In Deutschland ist er sehr selten, denn das Tier gilt als unabhängig und sensibel. Erste Importe fanden erst 1975 statt und stellten den Beginn der europäischen Population dar. Diese Rasse zu halten, setzt Erfahrung, Geduld und Verständnis für die ursprüngliche Lebensweise des Hundes voraus.

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