Wirbel um Fifa-Präsident Infantino

„Es ist unmöglich, weiter zu schweigen“


25.08.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 3 Min.

Gianni Infantino: Der Fifa-Präsident verliert aktuell immer mehr Unterstützer. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK/imago)

Frühere Fußballstars richten sich öffentlich gegen die Fifa-Führung und fordern einen Wandel an der Spitze. Dabei wurden sie bisher vom Verband hofiert.

In einem öffentlichen Statement haben mehrere frühere Fußballprofis die Führung des Weltverbands Fifa scharf kritisiert und einen Machtwechsel gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören der frühere französische Weltmeister Emmanuel Petit, Mikael Silvestre und die zweifache Europameisterin Lucy Bronze.

Sie alle sind Mitglied eines Fifa-Gremiums gegen Rassismus. Infantino, dessen Investorenpläne zuletzt gescheitert waren, wird in dem Schreiben nicht namentlich genannt – gemeint ist er dennoch.

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In dem bei Instagram geteilten Statement schrieben die Ex-Profis: „Ein Wandel ist notwendig. Die Macht hat die Fähigkeit der derzeitigen Führung getrübt, zwischen ihren eigenen Interessen und dem, was für den Fußball am besten ist, zu unterscheiden.“ Sie erklärten, sie teilten „genau dieselben Bedenken wie Millionen von Fans auf der ganzen Welt“ und hätten wie diese beobachtet, „wie sich der Sport, den wir lieben, unter der derzeitigen Führung der Fifa von seinen Grundwerten entfernt hat.“

7000 Spieler zählen zu den „Fifa-Legends“

Zudem warfen sie der Verbandsspitze vor, Spieler und Fans bei wichtigen Entscheidungen übergangen zu haben: „Viel zu lange mussten wir mit ansehen, wie wichtige Entscheidungen getroffen wurden, ohne dass die Spieler befragt oder einbezogen wurden und ohne Rücksicht auf die Fans, die diesen Sport am Leben erhalten.“ Die jüngsten Ereignisse „haben es unmöglich gemacht, weiter zu schweigen. Genug ist genug.“

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Es stellt gewissermaßen die nächste Stufe der Eskalation im Machtkampf um den Fifa-Präsidenten dar, denn bisher waren die sogenannten „Fifa Legends“ eher still. Nun wagen sich zumindest einige aus der Deckung. Der Portugiese Luís Figo forderte bereits vor rund vier Wochen in einem Gastbeitrag bei der „Daily Mail“ einen Rücktritt Infantinos. Zur Reihe der Legenden gehören laut Verbandsangaben rund 7.000 Spieler. Eine offizielle Liste gibt es jedoch nicht. Der Weltverband zeichnet laut eigener Aussage alle als „Fifa-Legend“ aus, „die im Fußball etwas Bedeutendes geleistet haben, wobei die jeweiligen Leistungen in der nationalen und internationalen Karriere berücksichtigt werden.“

Dazu gehören WM-Titel – auch im Nachwuchsbereich, individuelle Auszeichnungen bei Turnieren, zwei Teilnahmen am WM-Endrunden und auch Ehrungen auf nationaler Ebene und im Vereinsfußball.

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