Ex-Olympionike festgenommen – schwere Vorwürfe

Schwere Vorwürfe

15 Millionen Dollar Belohnung: Ex-Olympionike festgenommen


Aktualisiert am 23.01.2026 – 18:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Ryan Wedding (Archivbild): Bei den Olympischen Spielen 2002 fuhr er auf Rang 24. (Quelle: Adam Pretty)

Der frühere Olympia-Snowboarder Ryan Wedding wurde wegen Drogenschmuggels und Mordes gesucht. Nun kann das FBI einen Erfolg vermelden.

Einst stand er für Kanada bei den Olympischen Spielen auf dem Snowboard – jetzt sitzt er hinter Gittern. Wie zwei mit dem Fall vertraute US-Ermittler gegenüber dem US-Programm „NBC News“ bestätigten, wurde Ryan Wedding festgenommen.

Dem 44-Jährigen wird vorgeworfen, „eine der gewalttätigsten Drogenorganisationen der vergangenen Jahre“ geführt zu haben. Laut US-Justizministerium soll Wedding eine transnationale Gruppierung geleitet haben, die jährlich rund 60 Tonnen Kokain per Lkw aus Mexiko nach Los Angeles schmuggelte. Schon zuvor hatte Generalstaatsanwältin Pam Bondi in einer Pressekonferenz entsprechende Details veröffentlicht.

FBI-Direktor Kash Patel hatte Wedding mit den berüchtigten südamerikanischen Drogenbossen Pablo Escobar und Joaquín „El Chapo“ Guzmán verglichen. Der Kanadier sei unter Spitznamen wie „Public Enemy“ („Staatsfeind“), „El Jefe“ („Der Chef“) und „Giant“ („Riese“) bekannt gewesen. Im März 2025 wurde Wedding auf die Liste der zehn meistgesuchten Personen des FBI gesetzt – auf seine Ergreifung war eine Belohnung in Höhe von 15 Millionen Dollar ausgesetzt.

Wedding nahm 2002 an den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City teil und belegte im Parallel-Riesenslalom den 24. Platz. Im September 2024 war er in einer erweiterten Anklage unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Im November wurde eine Anklageschrift veröffentlicht, in der ihm vorgeworfen wird, für den Tod eines Bundeszeugen verantwortlich zu sein – dieser sollte gegen ihn aussagen und wurde in einem Restaurant erschossen.

Wedding soll laut Ermittlungen ein Kopfgeld auf den Zeugen ausgesetzt und mithilfe einer kanadischen Internetseite dessen Aufenthaltsort sowie den seiner Ehefrau ermittelt haben. Ihm wird zur Last gelegt, die Abläufe einer kriminellen Organisation kontrolliert, Zeugen eingeschüchtert und sich an den Erlösen aus dem Drogengeschäft persönlich bereichert zu haben.

Weitere Informationen zur Festnahme wollen die Behörden bei einer Pressekonferenz am Freitag US-amerikanischer Zeit bekannt geben.

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