Ex-Kanzlerin sagt überraschend Besuch zu

Erstmals nach Kanzlerschaft

Merkel verkündet überraschenden Auftritt auf CDU-Parteitag

Aktualisiert am 10.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Angela Merkel und Friedrich Merz: Sie werden beim Parteitag aufeinandertreffen. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

Ex-Kanzlerin Angela Merkel kommt überraschend zum CDU-Parteitag. Ein Signal an Friedrich Merz und an die Partei im Superwahljahr.

Überraschend wird die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20. Februar erstmals seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt wieder an einem CDU-Parteitag teilnehmen. „Bundeskanzlerin a. D. Dr. Merkel wird der Einladung folgen und am ersten Tag des Parteitags (20. Februar 2026) bis einschließlich der Wahl des Parteivorsitzenden als Ehrengast teilnehmen“, teilte ihr Büro der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Eine CDU-Sprecherin bestätigte die Teilnahme ebenfalls.

Der Parteitag wird am 20. und 21. Februar in Stuttgart abgehalten – unmittelbar vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Eigentlich ist es üblich, dass alle ehemaligen Parteichefs als Ehrengäste eingeladen werden. Doch Merkel blieb demonstrativ fern.

So hatte Merkel die Einladungen zu den Bundesparteitagen 2022 und 2024 nicht angenommen. 2024 ließ sie ihre Absage auf Medienanfragen mit dem Satz begründen: „Dies entspricht dem von ihr wiederholt – sowohl gegen Ende ihrer Amtszeit als auch seither – öffentlich erläuterten nachamtlichen Verständnis, nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik grundsätzlich nicht an tagesaktuellen Ereignissen teilzunehmen.“ Auf die Frage, ob sich ihr „nachamtliches Verständnis“ nun geändert habe, erklärte Merkels Büro: „Nein, die Ausnahme bestätigt die Regel.“

Bisher ist nicht bekannt, dass Merkel auf dem Parteitag das Wort ergreifen wird. Die Kanzlerin hat seit der Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden im Januar 2022 ein distanziertes Verhältnis zur Parteiführung. Ihr Verhältnis zu Merz selbst gilt als zerrüttet. Die Union hat sich unter ihm weit von der Ära Merkel abgewandt, in der Fraktion sind heute nur noch wenige Fans der Ex-Kanzlerin.

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