
Mathias Kreiß kandidiert
„Bauer sucht Frau“-Star will AfD-Bürgermeister werden
23.01.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 2 Min.
2021 sucht er bei „Bauer sucht Frau“ nach der großen Liebe. Nun will der Landwirt Bürgermeister in seiner Heimatstadt Leipheim werden – für die AfD.
Von der Suche nach der großen Liebe zur politischen Karriere: Mathias Kreiß, bekannt aus der RTL-Kuppelshow „Bauer sucht Frau“, hat neue Ambitionen. Der Landwirt aus dem schwäbischen Leipheim kandidiert bei der kommenden Bürgermeisterwahl für die AfD, wie die „Günzburger Zeitung“ berichtet.
In der Dating-Sendung hatte Kreiß 2021 sein vorübergehendes Glück mit Kandidatin Sabrina gefunden. Die Beziehung hielt jedoch nicht lange – nach einigen Monaten auf seinem Hof kehrte seine TV-Partnerin zurück nach Norddeutschland. Jetzt möchte sich der ehemalige TV-Teilnehmer politisch engagieren.
Seine Entscheidung für die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei begründet Kreiß im Gespräch mit der „Günzburger Zeitung“ mit Kritik an der bisherigen Politik: „Da die Regierungen der letzten Jahre eine völlig falsche Politik betrieben haben, die Deutschland nicht zukunftsfähig aufstellen wird.“
Als Bürgermeister möchte der Ex-TV-Kandidat Leipheim „wieder als lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt etablieren“. Ein weiteres Motiv für seine Kandidatur: Er wolle nicht mit ansehen, „wie nur ‚Ideologen‘ als Kandidaten für Leipheim, Riedheim und auch Weißingen antreten“.
Die politische Ausrichtung des ehemaligen Kuppelshow-Teilnehmers wird auch in einer Mitteilung des AfD-Kreisverbands deutlich. Darin heißt es: „Vorhaben, die Klimaideologie oder ‚Multikulti‘ fördern sollen, stehen auf der Streichliste!“
Mit der Kandidatur kommt für Kreiß auch Gegenwind. Auf Social Media wird er mit Hasskommentaren konfrontiert. Einige merken auch an, dass Kreiß aufgrund seines Berufs die Kandidatur noch einmal überdenken sollte. „Bauer, der AfD-Positionen vertritt, sägt nicht nur am Ast, auf dem er sitzt. Er hält die Säge für Patriotismus und wundert sich dann über den Fall. Das ist kein Protest. Das ist intellektuelle Selbstverzwergung mit ideologischem Etikett“, schreibt etwa ein Internetnutzer.