
Streit nach Trennung
Ex-HSV-Boss Kuntz wehrt sich erneut gegen Vorwürfe
23.01.2026 – 14:59 UhrLesedauer: 1 Min.
Stefan Kuntz verteidigt sich erneut gegen die Vorwürfe, die zu seinem Ausscheiden beim HSV führten. Er habe bis zuletzt an eine Vertragsverlängerung geglaubt.
Der frühere Fußball-Nationalspieler Stefan Kuntz hat sich erneut öffentlich gegen die Vorwürfe gewehrt, die zu seinem Abschied als Sportvorstand des Hamburger SV geführt haben. In einem Interview äußerte sich der 63-Jährige zu dem entscheidenden Gespräch mit zwei Aufsichtsräten des Bundesliga-Aufsteigers.
„Da habe ich gedacht: Ah, jetzt kommen die, um endlich meinen Vertrag zu verlängern“, sagte Kuntz der „Süddeutschen Zeitung“. Ein schwerwiegendes Fehlverhalten sieht er dem Bericht zufolge in seinem Handeln beim HSV nicht.
Die Trennung zwischen Kuntz und dem Club wurde am 2. Januar verkündet. Zunächst war in der Mitteilung des HSV von „familiären Gründen“ die Rede. Einen Tag nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ teilte der Aufsichtsrat mit, dass der Abschied im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens stehe.
Die Darstellungen beider Seiten gehen deutlich auseinander. Sein Anwalt Christian Schertz sagte der „Süddeutschen Zeitung“: Bis heute wisse Kuntz nicht, „was ihm von welcher Person und in welcher Situation überhaupt konkret vorgeworfen wird“.
In der Erklärung des HSV-Aufsichtsrats heißt es jedoch: „Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt.“