Drogenhandel und Geldwäsche
Ex-Frankreich-Star in Polizeigewahrsam
10.07.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Als Mittelfeldspieler war Samir Nasri einer der besten der damaligen Generation Frankreichs. Heute hat er Probleme, die mit dem Sport nichts zu tun haben.
Der frühere französische Nationalspieler Samir Nasri ist ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten. Er wurde in Paris stundenlang von der Polizei vernommen. Hintergrund sind Untersuchungen zu mutmaßlichem Drogenhandel und Geldwäsche. Das berichtet die französische Zeitung „Le Parisien“.
Demnach habe er am Donnerstag, dem 9. Juli, rund zehn Stunden in Polizeigewahrsam verbracht. Die Vernehmung fand bei der Finanzermittlungsbrigade (BRIF) der Pariser Kriminalpolizei statt.
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Der frühere Mittelfeldspieler der französischen Nationalmannschaft, von Olympique Marseille und Arsenal arbeitet heute als Experte für den französischen Sender Canal+. Er wurde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Drogenimports, krimineller Vereinigung und Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogenhandel als Teil einer organisierten Gruppe vernommen.
Wie „Le Parisien“ berichtet, stehen in dem Fall vor allem zwei Personen im Mittelpunkt: Der seit 2021 inhaftierte Drogenhändler Karim Berrebouh aus Marseille sowie Olivier Sabbah. Er gilt laut den Ermittlern als eine der zentralen Figuren eines Netzwerks zur Geldwäsche der kriminellen Einnahmen Berrebouhs.
Verbindungen ins Nachtleben
Nasri soll in die Ermittlungen zur organisierten Geldwäsche geraten sein, weil er früher Manager des Nachtklubs „XS“ in Ivry-sur-Seine (Val-de-Marne) war. An dem Klub hält er seit etwa 2016 Anteile.
Bereits Ende Juni war der ehemalige Nationalspieler in Marseille in Polizeigewahrsam genommen worden. Dieses wurde noch am selben Abend beendet, ohne dass rechtliche Schritte gegen ihn eingeleitet wurden. Im Fall einer Anklage könnte Nasri jedoch vorgeladen werden.
Der ehemalige Mittelfeldspieler von Olympique Marseille ist steuerlich in Dubai ansässig, wo praktisch keine Steuern anfallen. Nach einer im April veröffentlichten Recherche der Zeitung „Les Échos“ vermuten die französischen Steuerbehörden jedoch, dass Nasri in Paris lebt. Dem Bericht zufolge sollen mehr als 200 Essensbestellungen über die Liefer-App Deliveroo zu diesem Verdacht beigetragen haben.
