Nach Entlassung
Ex-Bundesliga-Trainer vergleicht sich mit Hollywoodpaar
20.06.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach seinem Frankfurt-Aus rechnet Riera mit dem Klub ab – inklusive Brad-Pitt-Vergleich. Sein härtestes Urteil trifft dabei ausgerechnet die Spieler.
Rund einen Monat nach seiner Entlassung bei Eintracht Frankfurt hat sich der frühere Trainer Albert Riera in einem Interview beim slowenischen TV-Sender Sportklub zu Wort gemeldet. Der Spanier war im Mai nach nur dreieinhalb Monaten im Amt entlassen worden – und erhebt nun schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Klub.
Die Vereinsstruktur sei das Problem gewesen. Riera sagte: „Die Vereinspolitik sieht vor, dass der Trainer keinen Einfluss auf Scouting und die Mannschaftszusammensetzung hat. Das ist nicht das richtige Umfeld für mich, und ich wusste, dass wir langfristig nicht zusammenarbeiten können.“ Dem Verein seien „Namen wichtiger als Ergebnisse“ gewesen. Eine Anspielung auf Mario Götze? Riera hatte den deutschen Weltmeister für einzelne Spiele nicht in den Kader mitgenommen, was Diskussionen auslöste.
Der frühere Liverpool-Profi verglich seine Beziehung zur Eintracht mit jener zwischen „der hinreißenden Angelina Jolie und dem charmanten Brad Pitt“: „Beide sind wunderbar, aber sie passen einfach nicht zusammen. Warum? Weil es nicht nur auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die kleinen Details, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht. Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort.“
„Ich würde keinen einzigen Spieler mitnehmen“
An seinen früheren Spielern ließ der 44-Jährige kein gutes Haar: „Es liegt nicht daran, dass Frankfurt schlechte Spieler hat, ganz im Gegenteil. Aber es gibt keinen einzigen Spieler in dieser Mannschaft, den ich für mein nächstes Projekt mitnehmen würde. In Celje gibt es mehr Spieler, die ich für meinen nächsten Verein wählen würde als bei Eintracht Frankfurt.“
Zur eigenen Bilanz sagte Riera: „Ich kam, als die Mannschaft Achter war, und ging, als sie ebenfalls Achter war. Natürlich sind das keine herausragenden Ergebnisse, sondern durchschnittliche. Aber bevor ich kam, hatte die Mannschaft in 13 Spielen nur einmal gewonnen.“ Die Trennung sei „im Guten getrennt, ohne jegliche Probleme“ verlaufen.
Frankfurts Sportdirektor Markus Krösche lobte Riera hingegen ausdrücklich: „Ich kann nur Gutes über den Sportdirektor sagen, der mich geholt hat. Wir haben gut zusammengearbeitet, selbst unser letztes Gespräch vor der Trennung verlief positiv. Er schätzte meine Arbeit und meine Denkweise, brachte sein Vertrauen zum Ausdruck, dass ich in Zukunft große Vereine trainieren würde.“
