Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist tot

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Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist tot


Aktualisiert am 01.02.2026 – 15:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Die CDU-Politikerin galt als Vordenkerin in der Frauen- und Familienpolitik.

Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist tot. Sie starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren. Das gab der Bundestag bekannt. Süssmuth gehörte dem Deutschen Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen Präsidentin.

In die Politik kam Süssmuth erst Anfang der 80er Jahre mit 44 Jahren. Die Professorin für Erziehungswissenschaft trat in die CDU ein. Bereits 1985 wurde sie überraschend neue Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit im Kabinett von CDU-Kanzler Helmut Kohl. In dem 1986 um den Bereich Frauen erweiterten Ressort machte die engagierte Katholikin schnell durch eine liberale Linie in der Frauen- und Abtreibungspolitik von sich reden.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner schrieb bei X, Süssmuth sei „eine der bedeutendsten Politikerinnen“ gewesen: „Ihr Elan, ihre Beharrlichkeit haben beeindruckt und inspiriert! Unser Gespräch nach meiner Wahl zur Präsidentin des Bundestages gehört zu den besonderen und intensiven Begegnungen, die mir immer in Erinnerung bleiben.“

Klöckner nannte Süssmuth eine „leidenschaftliche Vordenkerin in der Frauen- und Familienpolitik“. „Bis zuletzt setzte sie sich mit Energie für mehr Repräsentanz von Frauen in Parlamenten ein.“

Süssmuths Arbeit gegen Aids nannte Klöckner „bahnbrechend“: „Sie wandte sich entschieden gegen jede Form der Ausgrenzung, legte die Grundlage für die erfolgreiche HIV-Prävention. Ihre Haltung war geprägt von Empathie, Respekt vor dem Individuum, von Nächstenliebe.“ Klöckner weiter: „Rita Süssmuths markante Stimme wird unserem Land fehlen. Was sie erreicht hat, wird bleiben. Bei allem, was unvollendet blieb, ist es an uns, beharrlich zu bleiben, weiterzudenken, fortzuschreiten – offen und ehrlich, wie Rita Süssmuth es getan hätte.“

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