
Mit nur 54 Jahren
Ex-Bundesliga-Profi stirbt bei Benefizspiel
Aktualisiert am 18.11.2025 – 18:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Er war ukrainischer Nationalspieler und verbrachte vier Jahre seiner Karriere in Deutschland. Zuletzt nahm Andriy Polunin regelmäßig an Veteranenspielen zugunsten der ukrainischen Soldaten teil. Dabei verstarb er nun völlig unerwartet.
Andriy Polunin ist tot. Der frühere ukrainische Nationalspieler brach am Samstag nach einem Veteranenspiel in Luzk (Ukraine) zusammen und starb offenbar an einem Herzinfarkt. Medienberichten zufolge war dem Mittelfeldspieler nach der Begegnung in der Westukraine plötzlich schlecht geworden, er starb schließlich trotz Rettungsversuchen. Polunin wurde nur 54 Jahre alt. Mehrere britische Medien hatten zunächst darüber berichtet.
Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Rot-Weiss Essen. Dabei kam der offensive Mittelfeldspieler für den „Club“ in der Saison 1998/99 auf 16 Einsätze in der Bundesliga (zwei Tore), für St. Pauli auf 29 Zweitligaspiele (vier Tore im Jahr 99/00) sowie auf 28 Partien für RWE in der Regionalliga (ein Tor zwischen 2000 und 2002).
Für die ukrainische Nationalmannschaft bestritt Polunin neun Länderspiele. Zuletzt war er als Chefscout beim Klub Metalist 1925 in Charkiw tätig. Außerdem nahm er in den letzten Jahren regelmäßig an Veteranenspielen zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte teil. Er war Teil der ukrainischen Veteranen-Nationalmannschaft.
In den Sozialen Medien nahmen zahlreiche frühere Weggefährten und seine ehemaligen Klubs Abschied. Das nationale Veteranenteam schrieb in einem Facebook-Post laut den Nürnberger Nachrichten, Polunin sei ein „wunderbarer Mensch“, ein „guter Freund“ und ein „großartiger ukrainischer Fußballer“ gewesen. Die Erinnerungen an ihn würden „in allen weiterleben“.
Auch St. Paulis Klub-Ikone André Trulsen äußerte sich: „Ein toller Kollege, ein wunderbarer Mensch, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Mein tiefstes Mitgefühl und meine Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen.“
Der FC Karpaty Lviv verabschiedete sich mit den Worten: „In ewiger Erinnerung an Andriy Polunin, aufrichtiges Beileid an seine Familie und Freunde.“
Von Rot-Weiss Essen hieß es: „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Angehörigen. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit und möchten unser aufrichtiges Beileid aussprechen.“