Eugen Block macht Ex-Schwiegersohn für Entführung verantwortlich

„Der allein Schuldige“

Block-Gründer macht Ex-Schwiegersohn vor Gästen verantwortlich

06.01.2026 – 02:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Eugen und Christina Block: Die 52-Jährige ist wegen Kindesentziehung angeklagt. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)

Eugen Block sorgt auf seinem Neujahrsempfang für Aufsehen. Der Unternehmer spricht über den Sorgerechtsstreit seiner Tochter – und sucht klare Schuldige.

Vor mehr als hundert geladenen Gästen hat Eugen Block auf dem Neujahrsempfang seiner Firmengruppe den Sorgerechtsstreit um seine Enkelkinder thematisiert. „Ich hoffe sehr, dass im neuen Jahr die Hamburger Justiz mir und meiner Familie wirklich ein gutes Recht bringt und die nötige Hilfe beschert, die wir brauchen. Die Hilfe, damit die Kinder wieder zur Mama kommen“, sagte der 85-jährige Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“.

Seine Tochter Christina Block muss sich seit einem halben Jahr einem Prozess am Landgericht Hamburg stellen. Die 52-Jährige ist wegen Kindesentziehung angeklagt. Nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel soll sie den Auftrag gegeben haben, ihre damals zehn und 13 Jahre alten Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen und nach Deutschland zu bringen. Vier Tage nach der Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 mussten die beiden Kinder auf gerichtliche Anweisung wieder zu ihrem Vater und dessen neuer Frau zurückkehren.

Auf dem Empfang vor dem familieneigenen Hotel „Grand Elysée“ richtete Eugen Block deutliche Worte an seinen ehemaligen Schwiegersohn: „Ich hoffe sehr, dass auch der Hensel bald wirklich verklagt wird. Das ist der allein Schuldige.“ Hensel wurde ebenfalls wegen Kindesentziehung angeklagt, weil er die Kinder nach einem Wochenendbesuch bei sich behalten hatte. Wann es zu einem Prozess gegen ihn kommt, ist noch unklar.

Seine Ansprache beendete der Unternehmer mit den Worten: „So, und damit wünsche ich Ihnen heute Abend Freude, Abstand vom Gericht in diesem Jahr.“

Eingangs hatte der 85-Jährige nicht mit lobenden Worten für Friedrich Merz gespart. „Er ist einer der besten Bundeskanzler nach Konrad Adenauer“, sagte Block. Der Firmengründer verwies auf die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie, die Abschwächung des Lieferkettengesetzes und die Abkehr vom Verbrenner-Aus im Jahr 2035. Diese EU-Entscheidungen seien ein Werk von Friedrich Merz. Dieser sei „ein Geschenk für unser Deutschland“.

Aus dem operativen Geschäft der Block-Gruppe hatte sich Eugen Block bereits 2016 zurückgezogen. Er ist aber weiter sehr präsent im Unternehmen und gilt als „Kopf und Herz“ der Gruppe.

Christina Block begrüßte lächelnd auf dem Empfang Gäste, ergriff aber nicht selbst das Wort. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Shanty-Chor „Luv un Lee“. Die 15 Musiker intonierten zum Auftakt das Lied „Hoch im Norden weht ein rauer Wind“. Der Prozess gegen Christina Block und sechs Mitangeklagte soll am Donnerstag fortgesetzt werden.

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