Es geht um hohe Summen

Betrugsmasche

Senior verliert sechsstellige Summe: Polizei warnt


16.01.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Hand hält Euroscheine (Symbolbild): Ein 65-Jähriger fiel auf eine Betrugsmasche rein. (Quelle: Elkhophoto/getty-images-bilder)

Ein Mann erhält einen Anruf von einem vermeintlichen Hauptkommissar. Es gehe um die Sicherheit seines Kontos. Kurze Zeit später sind große Teile seines Ersparten weg.

Falsche Polizisten haben einen Mann in Dortmund um eine sechsstellige Summe betrogen. Wie eine Polizeisprecherin t-online erklärte, handelte es sich dabei um eine alte Betrugsmasche mit einem neuen Dreh. Ob der Mann sein Geld wieder erhalte, sei unwahrscheinlich. „Wenn das Geld einmal weg ist, ist es schwierig, es wiederzubekommen“, so die Sprecherin.

Der 65-Jährige war Anfang Dezember von einem falschen Polizisten angerufen worden, erklärte sie. Dieser habe ihm gesagt, man habe seine Kontodaten bei Einbrechern gefunden, sein Konto sei deshalb nun nicht mehr sicher.

Der falsche Polizist erklärte ihm, dass er sein Geld jetzt an die Kriminalpolizei überweisen solle, um sich vor Kriminellen zu schützen. „Der Mann wurde daraufhin aufgefordert, dem Anrufer seine E-Mail-Adresse zu geben. Anschließend sollte er per Mail eine Nummer mit der entsprechenden IBAN der vermeintlichen Polizei erhalten“, erklärte die Sprecherin t-online. „Genau das ist der neue Twist“, führte sie aus. Denn der E-Mail war ein täuschend echtes Polizeischreiben beigefügt.

In dem Schreiben wurde die Forderung, dass der Mann sein Geld zur Sicherung überweisen solle, erneut wiederholt, teilten die Behörden in einer Pressemitteilung mit. Die Betrüger verwendeten die echte Adresse der Polizei Dortmund – ebenso wie das echte Logo.

Der Dortmunder zahlte. Der Betrug fiel erst auf, als er anschließend versuchte, die Nummer auf dem Schreiben zu erreichen. Nun seien Ermittlungen eingeleitet worden, erklärte die Sprecherin t-online. „Allerdings haben wir keinerlei Hinweise auf die Täter. Ob wir sie überführen können, ist unklar“, führte sie aus.

Dass falsche Polizisten Menschen anrufen und versuchen, sie mit Geschichten wie dieser zu betrügen, komme „immer mal wieder“ vor, erklärte sie weiter. „Bevor man in irgendeiner Form aktiv wird, sollte man immer zuerst die 110 anrufen“, warnte die Sprecherin. Grundsätzlich gelte allerdings, dass die Polizei Menschen am Telefon oder per E-Mail nie um hohe Geldsummen bittet, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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