Erzgebirge Aue: Ex-Braunschweig-Trainer Jens Härtel entlassen

Fehlstart in 2026

Ex-Eintracht-Trainer bei Drittligist entlassen


Aktualisiert am 02.02.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Muss bei Erzgebirge Aue seinen Hut nehmen: Trainer Jens Härtel. (Quelle: IMAGO/PICTURE POINT / S.Sonntag/imago)

Aus in Aue: Für einen ehemaligen Trainer von Eintracht Braunschweig beginnt das Jahr 2026 ernüchternd. Er muss seinen Posten in der 3. Liga räumen.

Große Enttäuschung zum Jahresstart: Jens Härtel ist seinen Job bei Drittligist Erzgebirge Aue los. Der ehemalige Trainer von Eintracht Braunschweig muss nach einem Fehlstart ins Jahr 2026 mit drei Niederlagen aus drei Spielen gehen. Laut Vereinsangaben übernehmen die bisherigen Co-Trainer Adam Susac und Lars Fuchs die Verantwortung.

Die Veilchen hatten am Freitagabend beim 1:3 beim bisherigen Tabellenvorletzten TSV Havelse auch ihr drittes Spiel in diesem Jahr verloren und stehen auf einem Abstiegsplatz. Nach dem Schlusspfiff bewarfen mitgereiste Fans die Profis des Drittligisten mit Schneebällen und Bierbechern.

„Uns blieb angesichts der jüngsten Entwicklungen nichts anderes übrig, als den Negativtrend mit einem Wechsel in der Verantwortung möglichst umgehend zu stoppen“, erklärte Aue-Präsident Thomas Schlesinger. „Bilanz und Tabellensituation sind alarmierend, ebenso wie die Fehlerquote auf dem Rasen. Bei allem Bemühen um Kontinuität und Geduld ist nicht wegzudiskutieren, dass wir seit einem Jahr unseren eigenen Ansprüchen und Erwartungen hinterherhinken.“

Der neue Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat, der erst zu Jahresbeginn sein Amt in Aue angetreten hatte, sagte: „Natürlich hatte ich mir meinen Amtsantritt anders vorgestellt, ebenso die erste einschneidende Maßnahme.“ Härtel habe zwar „großes Engagement und akribisches Arbeiten“ an den Tag gelegt, „aber letztlich geht es im Fußball ausschließlich um Ergebnisse. Und um den Verein.“

Tarnat hatte schon nach der Partie ein klares Bekenntnis zu Härtel vermieden. Der 56-Jährige war erst etwas mehr als ein Jahr in Aue tätig. In 41 Ligaspielen holte das Team mit ihm 43 Zähler. „Ich bin sehr enttäuscht. In erster Linie von mir selbst. Und ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen: Es zählen nur Resultate und Punkte, insofern haben wir wenig Argumente“, sagte Härtel.

Über ein Aus von Härtel war schon im Dezember spekuliert worden. Damals trennte sich der Klub stattdessen von Sportchef Matthias Heidrich und stellte dem Trainer Fuchs als neuen Assistenten an die Seite. Kurz darauf kam Ex-Bayern-Profi Tarnat.

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