Taxis ohne Fahrer, Technik ohne Netz

Angriff der Cybercabs: Tesla baut Autos ohne Lenkrad


24.04.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Angriff auf Waymo: Mit dem Robotaxi will Musk die Vorherrschaft in einem wachsenden Milliardenmarkt erzwingen.

Tesla baut die ersten Cybercabs. Der Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale soll das wichtigste Auto des Konzerns werden. Doch Experten bezweifeln, dass die Technik bereits taugt.

Elon Musk riskiert alles für das Auto ohne Fahrer. Auf seiner Plattform X zeigt ein Video, wie in Austin (Texas) offenbar die ersten Wagen vom Band laufen. Der Tesla-Chef baut seinen Konzern grundlegend um: Er setzt nicht mehr auf das Auto für jedermann, sondern auf das Robotaxi. Es soll künftig Teslas wichtigstes Modell werden.

Doch trotz neuer Bilder fährt Tesla der Konkurrenz nur hinterher. Die Google-Schwester Waymo etwa hat sich im Alltag längst bewiesen: Sie verkauft in den USA bereits über 500.000 Fahrten pro Woche. Tesla hingegen lässt bisher nur wenige Wagen autonom rollen. Bezeichnend: Selbst im neuen Cybercab saßen bei Testfahrten zuletzt noch Menschen am Steuer. Aus gutem Grund.

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Rivalen wie Waymo kombinieren Kameras, Radar und Lidar-Laser, um die Umgebung dreidimensional zu erfassen. Musk verlässt sich allein auf Kameras. Er sagt, das sei sicherer. Vor allem aber ist es billiger. Kritiker warnen deshalb: Tesla spart an der Sicherheit.

Denn in der Technik gilt das Prinzip der Redundanz: Wichtige Systeme verbaut man doppelt. Fällt eines aus, springt das zweite ein – wie bei der Zweikreisbremsanlage im Auto. Tesla verzichtet auf diese Regel. Fachleute bezweifeln jedoch, dass Kameras allein ein Auto sicher durch den Verkehr lenken.

Auch an der Börse zählt Hoffnung mehr als Sicherheit. Tesla ist rund 1,3 Billionen Dollar wert – BMW zum Vergleich nur etwa 50 Milliarden. Der Grund: Die Anleger setzen nicht auf heutige Verkäufe, sondern auf Musks Vision. Robotaxis und Roboter sollen künftig das Geld der Investoren vermehren. Und zwar gewaltig. Schon im Jahr 2034 soll dieser Markt zwei Billionen Dollar schwer sein. In Austin wird die Vision nun zu Blech. Allen Bedenken zum Trotz.

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