Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten vorrangig Angehörige besonders verwundbarer Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Der Evakuierungsflieger war aber nicht die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht hatte: Bereits seit Dienstag bieten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge an.
Auch Benjamin, der seinen Nachnamen nicht nennen will, ist froh, mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in Deutschland zu sein. Die Familie lebt in Dubai, doch nach dem Beginn des Iran-Krieges habe sie beschlossen, vorerst auf unbestimmte Zeit zu Verwandten nach Hamburg zu reisen. „Für die Kinder war’s dann doch ein bisschen verstörend, deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht.“ Und die 14-jährige Tochter sagt: „Ich habe sogar ’ne Rakete gesehen.“
Mitten in der Nacht ist das Ehepaar Schmitt aus Nürnberg aufgestanden, um am Donnerstagmorgen rechtzeitig in Frankfurt zu sein. Beide haben Tränen in den Augen, als sie im Ankunftsbereich auf Tochter, Schwiegersohn und die fünfjährige Enkelin warten. Die junge Familie war im Urlaub in Thailand. Auf dem Rückflug am Samstag war ein Zwischenstopp in den Emiraten geplant, wie die Großeltern berichteten. Doch unterwegs sei der Flugraum gesperrt worden. Stattdessen landeten sie im Oman. Mit fünf Tagen Verzögerung ging es dann weiter nach Deutschland. Tourist Jürgen Schmitt: „Der Krimi ist vorbei!“
