Sie legten ihm Fesseln an
Mann erstickt bei Polizeieinsatz: Ermittlung gegen Beamte
12.08.2026 – 11:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann stirbt nach einem Polizeieinsatz in Duisburg. Jetzt geraten mehrere Beamte in den Fokus der Ermittlungen.
In Duisburg hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sechs Polizisten und zwei Rettungsdienstmitarbeiter eingeleitet. Hintergrund ist der Tod eines 37-Jährigen nach einem Polizeieinsatz Mitte Juli. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mitteilte, stehen die Polizeibeamten unter Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge.
Den zwei Rettungsdienstmitarbeitern stehen im Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen. Wie lange die Ermittlungen voraussichtlich dauern werden, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.
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Tot bei Polizeieinsatz: Mann wohl erstickt
Mitte Juli waren die Einsatzkräfte in der Nacht in eine Wohnung gerufen worden. Das spätere Todesopfer soll in einem Badezimmer geschrien und randaliert haben, wie die Polizei damals mitteilte. „Aus Eigensicherungsgründen und zu seinem Schutz“ hätten die Beamten dem 37-Jährigen Hand- und Fußfesseln angelegt.
Der Mann verlor das Bewusstsein und wurde reanimiert. Die Einsatzkräfte riefen Notarzt und Rettungswagen. Wenig später starb der Mann im Krankenhaus.
Laut Obduktion ist eine Hypoxie die Todesursache – eine reduzierte Sauerstoffversorgung. Nach früheren Angaben habe es zudem Anhaltspunkte für eine Vergiftung gegeben. Ein Zusammenhang mit der Fesselung in Bauchlage sei nicht ausgeschlossen worden.
