Eine Tote, 29 Verletzte

Ermittlungen gegen CSD-Terrorist stehen vor dem Aus


27.07.2026 – 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Fahndungsfoto mit Abdul Ballout: Er soll am Rande des Berliner CSD eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt haben. (Quelle: IMAGO/Vasily Krestyaninov / SOPA Images/imago)

Abdul Ballout soll am Rande des Berliner CSD eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt haben. Beim Zugriff starb er. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, doch diese stehen bereits absehbar vor dem Ende.

Im Fall des erschossenen mutmaßlichen Attentäters vom Berliner Christopher Street Day, Abdul Ballout, plant die Bundesanwaltschaft nach t-online-Informationen, die Ermittlungen gegen den 21-Jährigen einzustellen. Die Behörde hatte den Fall gerade erst übernommen. Als oberste Anklagebehörde in Deutschland ist sie unter anderem für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus zuständig.

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Eine Sprecherin der Behörde erklärte t-online dazu lediglich, man werde prüfen, ob es Hinweise auf mögliche Mitwisser oder Mittäter gibt. Ein zwischenzeitlich festgenommener zweiter Verdächtiger sei freigelassen worden, weil sich keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung ergeben hätten, so die Sprecherin. Die Ermittlungen laufen demnach formell wegen Mordes und versuchten Mordes.

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Tote können nach deutschem Recht grundsätzlich nicht bestraft werden, weshalb entsprechende Strafverfahren in einem solchen Fall regelmäßig eingestellt werden.

Abdul Ballout wurde von Berliner SEK-Beamten erschossen

Der 21-Jährige hatte sich nach dem Anschlag rund 20 Stunden lang versteckt und war schließlich am Sonntagabend von Spezialkräften der Polizei in einer Kleingartenanlage im Westen der Hauptstadt aufgespürt worden. Beim Zugriff lief Ballout nach Angaben der Polizei mit einer Stichwaffe auf die Beamten zu, woraufhin diese schossen. Trotz Reanimationsversuchen starb Ballout noch im Kleingarten.

Ballout soll am Samstagabend mit einem weißen Kleintransporter in eine Menschenmenge im Berliner Tiergarten gerast und anschließend mit einer Machete auf die Menschen losgegangen sein. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Inzwischen sind alle Verletzten außer Lebensgefahr.

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