Ermittler finden Sprengsatz-Spuren vor Hauseingang

Explosion in Düsseldorf

Sprengsatz detoniert: Rapper ist der Hauseigentümer

Aktualisiert am 28.11.2025 – 17:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Der zerstörte Eingangsbereich des Hauses in Düsseldorf-Derendorf: Die Ermittler fanden Hinweise auf einen Sprengsatz. (Quelle: David Young/dpa/dpa-bilder)

Nach der Detonation vor einem Düsseldorfer Mehrfamilienhaus gehen die Ermittler von einem gezielten Verbrechen aus. Der Hauseigentümer ist kein Unbekannter.

Nach der Explosion am Eingang eines Mehrfamilienhauses an der Eulerstraße in Düsseldorf-Derendorf gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus. Untersuchungen hätten ergeben, dass dort ein Sprengsatz detoniert sei, sagte die ermittelnde Staatsanwältin Janne Jakobek. Das Haus gehöre einem bekannten Rap-Musiker, sagte sie weiter und bestätigte damit Medienberichte. Er sei zwar kurz vor Ort gewesen, aber noch nicht als Zeuge vernommen worden. Wie die „Bild“ berichtet, soll es sich um den Rapper Azet handeln.

Die genauere Untersuchung der Spuren werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ob ein Zusammenhang zur Explosionsserie aus dem vergangenen Jahr besteht, werde geprüft. Gegen wen sich die Sprengattacke gerichtet haben könnte, ob gegen den Besitzer des Hauses oder einen der Bewohner, darüber gebe es bislang nur Mutmaßungen.

Die Detonation hatte in der Nacht zum Donnerstag erheblichen Sachschaden angerichtet. Auch mehrere parkende Autos wurden beschädigt. An der gegenüberliegenden Häuserzeile ging eine Schaufensterscheibe zu Bruch. Menschen wurden nicht verletzt.

Sieben Bewohner waren vorübergehend in einer städtischen Notunterkunft untergebracht worden. Das Haus erwies sich nach einer statischen Prüfing aber nicht als einsturzgefährdet.

Im vergangenen Jahr war das Rheinland von einer Explosionsserie mit 22 Tatorten heimgesucht worden. Die meisten Fälle gab es in Köln und Umgebung. Explosionen gab es aber auch in Düsseldorf und Duisburg.

Auslöser waren nach Erkenntnissen der Ermittler Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden und der Diebstahl von rund 300 Kilogramm Cannabis aus einer Lagerhalle in Hürth bei Köln. Die Ermittlungen führten bis Januar 2025 zur Identifizierung von 35 Tatverdächtigen.

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