
Trotz Millionen-Investitionen
Nach knapp 60 Tagen: Erlebnispark meldet Insolvenz an
05.02.2026 – 18:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Erlebnispark „Glück Auf“ in Markersbach muss Insolvenz anmelden. Grund dafür ist unter anderem ein anderes schlecht laufendes Geschäft der Betreiberfirma.
Der erst vor rund zwei Monaten eröffnete Erlebnispark „Glück Auf“ im sächsischen Markersbach ist insolvent. Die Betreiberfirma „Schneider erzgebirge Event GmbH“ hat beim Amtsgericht Chemnitz einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das bestätigte das Gericht auf Anfrage.
Die Freizeitanlage war nach rund zwei Jahren Bauzeit auf dem Gelände eines ehemaligen Ferienhotels entstanden. Sie richtet sich vor allem an Familien und Aktivtouristen. Herzstück des Parks ist eine große Indoor-Spielewelt mit Kletterelementen und thematischen Erlebnisbereichen aus Holz. Eröffnet worden war der Park erst am 1. Dezember.
Nach Angaben aus Unternehmenskreisen beliefen sich die Investitionen in den Erlebnispark, zu dem auch Wohnmobilstellplätze und Gastronomie gehören, auf rund 20 Millionen Euro. Zusätzlich soll ein weiteres Geschäftsfeld des Unternehmens, der Holzhandel, zuletzt Verluste geschrieben haben.
Das Amtsgericht Chemnitz bestellte den Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Das Verfahren sei als Eigenantrag gestellt worden, teilte Gerichtssprecherin Birgit Feuring mit. Der Insolvenzverwalter soll nun die Geschäftsführung überwachen und das Vermögen im Interesse der Gläubiger sichern.
Der Betrieb des Erlebnisparks soll trotz der finanziellen Schieflage zunächst weitergehen. Das versicherte Parksprecher Manuel Griessbach. Auch die Löhne der rund 30 Beschäftigten seien durch das Insolvenzausfallgeld abgesichert.
Zu den Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters zählt es nun auch, mögliche Investoren zu finden. Für die kommenden Monate hatte der Betreiber ursprünglich weitere Projekte angekündigt, darunter die Eröffnung von Ferienwohnungen sowie neuer Konferenz- und Arbeitsräume.