Gericht gibt Antrag statt
Marius Borg Høiby wird aus der Untersuchungshaft entlassen
Aktualisiert am 02.11.2026 – 18:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrfach scheiterten Marius Borg Høibys Versuche, aus seiner Untersuchungshaft freigelassen zu werden. Nun kommt das Osloer Amtsgericht seinem Wunsch nach.
Seit Anfang Februar 2026 saß Marius Borg Høiby in Untersuchungshaft – zunächst im Osloer Gefängnis, später auf dem Anwesen Skaugum unter elektronischer Überwachung. Am Montag stand vor dem Osloer Amtsgericht eine Entscheidung über seine weitere Inhaftierung an.
Nach mehreren abgelehnten Anträgen auf Freilassung aus der U-Haft hat das Osloer Amtsgericht dem letzten Antrag von Høibys Anwälten stattgegeben, wie mehrere norwegische Medien berichten. Laut NRK will die Staatsanwaltschaft gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Beschwerde beim Berufungsgericht einlegen.
Zum Gerichtstermin erschien der 29-Jährige in Jeans und grauem Pullover, eine Designertasche in der Hand, wie „Dagbladet“ berichtete. An seiner Seite war sein neuer Verteidiger Daniel Storrvik, der sich nach der nicht öffentlichen Anhörung zur Lage seines Mandanten äußerte. Die Zeit in Skaugum habe Høiby zugesetzt. „Eine schwere Zeit“ habe er dort erlebt, so Storrvik. „Es ist eine Gesamtbewertung, die das für ihn sehr schmerzhaft macht, so wie die Situation jetzt ist.“
Im Gespräch mit dem norwegischen Sender TV 2 nach der Entscheidung des Gerichts sagte der Anwalt, Høiby sei erleichtert. Dass Høiby nach einer Entlassung erneut straffällig werden könnte, sieht der Jurist nicht als Gefahr.
Høiby saß seit Februar in U-Haft, die regelmäßig um jeweils vier Wochen verlängert wurde. Am Montag musste das Gericht wieder über eine weitere Verlängerung entscheiden. Seit dem Sommer verbringt der 29-Jährige die Untersuchungshaft allerdings bereits mit elektronischer Fußfessel zu Hause bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, König Haakon VIII., auf Gut Skaugum.
Høiby war im Juni wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Norweger hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im kommenden Februar starten. Neu aufgerollt werden dabei die Vorwürfe der Vergewaltigungen sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin.
