Katzenbaby verstorben

Tierheim Nürnberg klagt: „Er ist tot und ihr seid schuld“

04.10.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Quelle: Tierheim Nürnberg

Das Tierheim Nürnberg rückt wöchentlich zu Notfällen aus, bei denen verwilderte Katzen ihre Jungen im Stich lassen. Nun fordert die Einrichtung eine Kastrationspflicht.

Mit einem traurigen Vorfall und drastischen Worten macht das Tierheim Nürnberg am Welttierschutztag auf das wachsende Leid herrenloser Katzen aufmerksam. Das Tierheim fordert erneut eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen.

„Katzenkind hatte keine Chance auf ein Leben“

Der konkrete Fall ereignete sich in einem Industriegebiet in Nürnberg. Eine Katze hatte dort nach Angaben des Tierheims fünf Babys zur Welt gebracht. Die Mutter soll die neugeborenen Kätzchen anschließend aus Überforderung auf einem Firmengelände zurückgelassen haben. Eines der Tiere überlebte nicht.

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„Dieses kleine Katzenkind hatte keine Chance auf Leben“, schreibt das Tierheim in einem Beitrag. Nach Angaben des Tierheims sind solche Einsätze inzwischen keine Ausnahme mehr. Der Notdienst werde wöchentlich zu Fällen gerufen, bei denen verwilderte Hauskatzen ihre Jungen draußen zur Welt bringen und weitgehend auf sich allein gestellt sind. Besonders problematisch sei die unkontrollierte Vermehrung von Freigängerkatzen.

Fast 150 Katzen im Nürnbeger Tierheim

Derzeit sitzen nach Angaben der Einrichtung knapp 150 Katzen im Tierheim. Der größte Teil seien Fundtiere oder Tiere aus Beschlagnahmungen. Darunter seien auch 55 Babykatzen, mit und ohne Mutter, die herrenlos aufgefunden wurden.

Wie viele Katzenwelpen und ihre Mütter draußen verenden, lasse sich kaum abschätzen, schreibt das Tierheim. Sicher sei jedoch: Das Problem werde größer.

Deshalb erneuert die Einrichtung ihre Forderung nach einer Kastrationspflicht. Sie könne dabei helfen, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und damit auch das Tierleid zu reduzieren. Zum Welttierschutztag am 4. Oktober richtet das Tierheim einen Appell an die Bevölkerung: Menschen sollten sich für den Schutz der Tiere einsetzen und die Forderung nach einer Kastrationspflicht unterstützen.

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