
Nach landesweiter Empörung
Elfjähriger wird nach Bus-Drama Teil von Olympia-Feier
02.02.2026 – 19:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein italienischer Schüler erhält eine besondere Entschädigung, nachdem die Bustickets in Mailand und Cortina d’Ampezzo drastisch erhöht wurden.
Der elfjährige Riccardo wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Italien eine symbolische Rolle übernehmen, das bestätigte ein Sprecher des Organisationskomitees der Nachrichtenagentur SID. Nachdem er wegen eines nicht bezahlten Bustickets im Schnee festsaß, reagierte das Organisationskomitee der Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo mit dieser Geste auf den Fall, der landesweit für Empörung gesorgt hatte.
Der Vorfall ereignete sich in der vergangenen Woche in der Region Cortina d’Ampezzo. Riccardo fuhr mit einem regulären Ticket zum Preis von 2,50 Euro von der Schule nach Hause. Im Vorfeld der Olympischen Spiele, die vom 6. bis 22. Februar stattfinden, hatte das Busunternehmen den Fahrpreis auf zehn Euro erhöht.
Da der Schüler den Aufpreis nicht zahlen konnte, musste er den Bus verlassen und im Schnee ausharren. Der Busfahrer bezeichnete sein Verhalten später als „schweren Fehler“. Die Geschichte verbreitete sich schnell über Italien hinaus.
Als Reaktion kündigten die lokalen Behörden an, künftig Ermäßigungen auf Busfahrkarten für einkommensschwächere Anwohner einzuführen.