Eisregen-Warnungen – Gefahr im Berufsverkehr

Nächstes Wetterchaos im Anmarsch

Hier droht „schwer erkennbare Glätte im Berufsverkehr“


04.02.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 4 Min.

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Im Video: Meteorologin Michaela Koschak erklärt, warum der Winter noch nicht vorbei ist. (Quelle: t-online)

Der Winter hat Deutschland weiter fest im Griff. Erst am Dienstag gab es in mehreren Regionen durch massiven Neuschnee Verkehrschaos. Jetzt droht in mehreren Bundesländern gefährlicher Eisregen.

In Deutschland spielt sich derzeit ein Kampf der Wettersysteme ab: Am Rande eines Hochs über Skandinavien wird mit östlicher Strömung kalte Festlandsluft in den Norden und den Osten gesteuert. Dagegen lenken atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und den Westen. Für mehrere Bundesländer bedeutet das: Gefahr durch Eisregen und massives Glatteis auf den Straßen.

Bereits am Mittwochabend bilden sich laut dem ICON-Wettermodell, mit dem auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) arbeitet, gefährliche Eisregenfelder, insbesondere vom Erzgebirge bis in die Niederlausitz und nach Südbrandenburg, wie der DWD mitteilte. In einem breiten Streifen von Bremen über Niedersachsen bis nach Berlin wird zudem Schneefall erwartet. Bis Donnerstagmorgen könnten laut den Prognosen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung ordnet das aktuelle Wetter und die Glatteisgefahr am Donnerstagmorgen für t-online ein: „Besonders betroffen sind voraussichtlich Sachsen, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. In der Nacht auf Donnerstag kann sich örtlich Eisregen bilden, wenn milde Luft in der Höhe auf bodennahe Frostluft trifft“, erklärt Jung. Laut ihm ist auch der Zeitpunkt des möglichen unwetterartigen Eisregens ungünstig: „Hauptproblem bleibt schwer erkennbare Glätte im morgendlichen Berufsverkehr“, so der Wetterexperte.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht Gefahren auf diese Teile Deutschlands zukommen. Die Meteorologen haben eine sogenannte Vorabinformation Unwetter veröffentlicht. Bis 10 Uhr am Donnerstagmorgen müsse mit Glatteis gerechnet werden. „Unwetterartige Entwicklungen“ seien möglich, heißt es. Die Meteorologen raten, die Wetterwarnungen weiter im Blick zu behalten.

Jung erklärt: „Die vertikale Temperaturstruktur sorgt dafür, dass Niederschlag zunächst als Schnee fällt, in einer wärmeren Luftschicht schmilzt und am kalten Boden wieder gefriert.“ Dadurch träten auf engem Raum unterschiedliche Niederschlagsarten auf. „Bereits geringe Temperaturunterschiede entscheiden darüber, ob es schneit, regnet oder Eisregen gibt, was die Lage besonders schwer vorhersehbar und gefährlich macht“, so Jung.

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