Eisregen bringt Schulausfall und Unfälle

Teile von Bundesland lahmgelegt

Hunderte Unfälle: Lage ist „katastrophal“

Aktualisiert am 23.01.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Polizei rät allen, die zu Hause bleiben können, dies auch zu tun. (Quelle: dpa)

Hunderte Unfälle, geschlossene Schulen und eingestellter Busverkehr: Eisregen legt weite Teile Niedersachsens lahm.

Gefährlicher Eisregen und extreme Glätte haben am Freitagmorgen in mehreren Landkreisen Niedersachsens zu Hunderten Verkehrsunfällen und massiven Beeinträchtigungen geführt. In Osnabrück, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Landkreis Vechta fiel der Schulunterricht aus, auch der öffentliche Nahverkehr wurde teilweise eingestellt. „Wenn es irgend möglich ist, sollte man zu Hause bleiben“, riet ein Sprecher der Polizei Osnabrück.

Ein Polizeisprecher in Osnabrück bezeichnete die Situation auf den Straßen als „brandgefährlich“. Aus der Polizeidienststelle in Vechta hieß es von einem Sprecher, die Lage sei „katastrophal“. Mehrere Lastwagen stünden quer. Auch vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln ereigneten sich seit den frühen Morgenstunden zahlreiche Unfälle. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden, es gab jedoch auch Leichtverletzte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Regen oder Sprühregen mit erheblicher Glatteisgefahr westlich der Weser gewarnt. Die Warnung galt für das Emsland und Ostfriesland sowie die Landkreise Nienburg, Göttingen, Holzminden, Schaumburg und die Region Hannover. Zum Mittag soll der Niederschlag abklingen.

Die Stadtwerke Osnabrück teilten mit, dass der Linienverkehr im Stadtgebiet „weitestgehend eingestellt“ wurde. Auch nach Wiederaufnahme des Betriebs könne es zu Verspätungen kommen. Der Nordhorner Tierpark blieb ebenfalls geschlossen.

In den betroffenen Landkreisen und der Stadt Osnabrück wurde der Unterricht an allgemeinbildenden Schulen abgesagt. Der Landkreis Osnabrück versicherte, dass die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler, die trotz des Wetters zur Schule kommen, gesichert sei. Der Landkreis Grafschaft Bentheim begründete die Schulschließungen damit, dass ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden könne.

Die winterlichen Bedingungen halten an: In weiten Teilen Niedersachsens herrscht leichter Dauerfrost mit Temperaturen um –1 Grad, östlich der Weser teils noch kälter. An der Küste und auf den Inseln weht ein frischer bis starker Ostwind mit Böen bis 55 Kilometer pro Stunde, auf den Inseln zeitweise auch stürmisch.

Für die Nacht zum Samstag werden noch tiefere Temperaturen erwartet – von –2 Grad auf den Inseln und im Südwesten bis zu –8 Grad im Süden Niedersachsens. Im Westen sind erneut leichte gefrierende Niederschläge möglich.

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