
Vorfall in Sibirien
Eisbär greift Familie beim Angeln an
Aktualisiert am 05.01.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Polarkreis sind mehrere Mitglieder einer Familie an einer Angelstelle. Plötzlich taucht ein Eisbär auf – und geht zum Angriff über.
Bei einer Eisbärattacke im Norden Sibiriens sind drei Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Die Mitglieder einer Familie seien an einer Angelstelle in der Region Krasnojarsk am Polarkreis von einem Eisbären angegriffen worden, erklärte das sibirische Innenministerium am Montag auf dem Onlinedienst Telegram.
Die Verletzten wurden demnach vor dem Eisbären gerettet und medizinisch behandelt. Es werde aktuell erwogen, einen von ihnen in ein rund 150 Kilometer entferntes Bezirkskrankenhaus zu transportieren, hieß es.
Laut Polizei sind die Verletzten in den Jahren 1983, 2006 und 2015 geboren. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 40 Kilometer vom Dorf Nosok entfernt. Einheimische, darunter ein Polizeibeamter, seien den Angegriffenen mit Geländewagen und Schneemobilen zur Hilfe gekommen, hieß es weiter. Als das Tier die herannahenden Fahrzeuge sah, sei es geflohen.
Angriffe von Eisbären auf Menschen sind selten. Wegen der durch den Klimawandel verursachten Eisschmelze schrumpft jedoch ihr Lebensraum, sodass sie auf der Suche nach Futter immer häufiger in von Menschen besiedelte Gebiete vordringen.
Das Dorf Nosok liegt nahe der kaum besiedelten Taimyr-Halbinsel am Ufer des Uschakow-Kanals an der Mündung des Flusses Jenissei. Die Bewohner gehören überwiegend zum traditionell nomadischen Volk der Nenzen und betreiben Fischfang, Jagd und Rentierzucht. Das Dorf Nosok hat 1.800 Einwohner.