Einen Tag nach Saisonende

Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Riera


Aktualisiert am 17.05.2026 – 21:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Missverständnis: Albert Riera beim letzten Saisonspiel mit Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart. (Quelle: IMAGO/Marc Schueler/imago-images-bilder)

Unter dem Spanier hatte sich keine spielerische Besserung gezeigt. Nun muss er gehen.

Eintracht Frankfurt trennt sich wie erwartet vom zuletzt viel kritisierten Trainer Albert Riera. Dies teilte der Klub am Tag nach dem letzten Saisonspiel mit. „Eintracht Frankfurt und Cheftrainer Albert Riera sowie die Co-Trainer Pablo Remon Arteta und Lorenzo Dolcetti haben sich einvernehmlich mit sofortiger Wirkung auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt“, schrieb der Klub am Sonntagabend auf seiner Website. Der Spanier hatte die Hessen erst im Februar übernommen, stand wegen ausbleibender Ergebnisse aber stark in der Kritik.

Frankfurt beendete die Saison auf Bundesliga-Tabellenplatz acht und verpasste damit das europäische Geschäft. Unter Riera, der den zuletzt glücklosen Dino Toppmöller abgelöst hatte, gab es in 14 Spielen nur vier Siege, dazu fünf Unentschieden und fünf Niederlagen.

„Möchten einen anderen Weg einschlagen“

„Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt“, wird SGE-Sportvorstand Markus Krösche in der Klub-Mitteilung zitiert. „Albert und sein Team haben uns durch ihre akribische Arbeit zudem wertvolle Impulse gegeben, wofür wir uns ausdrücklich bedanken möchten.“ Aber: „Gleichzeitig sind wir nach einer offenen und ehrlichen Analyse der sportlichen Entwicklung zu dem Schluss gekommen, dass wir zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen möchten.“

Riera war dazu durch eine aufsehenerregende Pressekonferenz inklusive verbaler Attacke auf Medienvertreter und kolportierte Konflikte mit eigenen Spielern aufgefallen. Die Fans der Eintracht widmeten Riera am letzten Bundesliga-Spieltag im Rahmen des Spiels gegen den VfB Stuttgart am Samstag einen „besonderen“ Gruß: „Nada de gracias, Alberto“, stand auf einem großen Banner – „Danke für Nichts“.

„Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen“, kommt der 44-Jährige in der Mitteilung auch selbst zu Wort. „Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln.“ Sein Ziel „war, ist und wird immer dasselbe bleiben: die Spieler weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein. Ich bin dankbar, Teil der Geschichte von Eintracht Frankfurt gewesen zu sein, und wünsche dem Klub für die Zukunft nur das Beste.“

Share.
Die mobile Version verlassen