Fußball-Bundesliga

Eintracht schießt Wolfsburg Richtung Abstieg

Aktualisiert am 11.04.2026 – 21:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Jubel bei den Frankfurter (Archivbild): Sie gingen in Wolfsburg als Sieger vom Platz. (Quelle: IMAGO/Sven Heidmann/imago)

Die Eintracht geht gegen schwache Wolfsburger in Führung. Am Ende müssen die Frankfurter doch noch einmal kurz zittern.

Eintracht Frankfurt gelingt am Samstag im Spiel gegen den VfL Wolfsburg ein Schritt aus der Krise. Die Frankfurter gewannen gegen die Niedersachsen 2:1 auswärts. Die Wolfsburger sind damit unter dem neuen Trainer Dieter Hecking weiter ohne Dreier. Mit dem zwölften sieglosen Spiel in Serie stellten die Wolfsburger den Vereinsnegativrekord aus dem Jahr 1998 ein und taumeln Richtung Abstieg.

Zuletzt war bei der Eintracht nach enttäuschenden Auftritten gegen Köln und Mainz ebenfalls erste Unruhe aufgekommen. Auch der Spanier Albert Riera stand in der Kritik. Der Dreier in Wolfsburg dürfte erst einmal wieder für Entspannung am Main sorgen.

Vor 26.132 Zuschauern in der Volkswagen Arena erzielten Oscar Höjlund (21. Minute) und Arnaud Kalimuendo (32.) die Treffer für die Hessen, die mit dem ersten Auswärtssieg unter Trainer Albert Riera ihre Ambitionen auf einen Europapokalplatz untermauerten. Das 1:2 durch den eingewechselten Dzenan Pejcinovic (90.+7) kam für die Gastgeber zu spät.

In Wolfsburg können nach dem Spiel die Planungen für die Zweite Liga konkretisiert werden. In der aktuellen Zusammenstellung und der derzeitigen psychischen Verfassung ist nur sehr schwer vorstellbar, wie dieses VfL-Team zumindest noch den Sprung auf den Relegationsrang schaffen soll. Im vierten Spiel unter Hecking kassierte der VW-Club die dritte Niederlage.

Vor der Partie sagte Hecking noch bei DAZN: „Du brauchst einen Sieg und dann denke ich, wird eine gewisse Last abfallen und eine gewisse Lockerheit wieder einkehren. Im Moment ist doch alles ein bisschen verkrampft.“ Man müsse endlich mal in Führung gehen, so Hecking weiter.

Und gegen die Eintracht gab es tatsächlich die Riesenchance auf das 1:0. Nach einem Rückpass wollte Frankfurts Torwart Michael Zetterer den Ball wegschlagen, doch Wolfsburgs Mohamed Amoura blockte den Ball, der Patrick Wimmer vor die Füße fiel. Der Österreicher rutschte in seinem 100. Pflichtspiel für die Wölfe aber aus und konnte den Ball so nicht ins leere Tor schieben.

Stattdessen ging die Eintracht in Führung. Höjlund bekam vor dem Strafraum der Gastgeber völlig frei den Ball und ließ Wolfsburgs Torwart Kamil Grabara auch dank der Mithilfe des Innenpfostens mit seinem Schuss keine Chance. Die Wolfsburger waren nun völlig verunsichert und kassierten noch vor dem Seitenwechsel den zweiten Gegentreffer. Bei einem Freistoß ließ der Ex-Frankfurter Jesper Lindström Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt einfach laufen, sodass dieser Kalimuendo ohne Gegenwehr bedienen konnte.

Nach der Pause versuchte der VfL noch einmal, die Partie zu drehen. Der für den völlig indisponierten Lindström gekommene Lovro Majer traf nur die Latte, Aaron Zehnter bekam völlig frei den Ball nicht unter Kontrolle. Die Eintracht agierte nun viel zu passiv und musste so noch etwas zittern. Doch am Ende brachte sie den Vorsprung über die Zeit.

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