Polizei ermittelt nach Fund auf Zugspitze

Einsatzkräfte entdecken Knochen zwischen Müll


14.10.2026 – 10:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Zugspitze (Archivbild): Die Einsatzkräfte machten die Entdeckung am Höllentalferner – dem größten Gletscher Deutschlands, der aber auch rapide schmilzt. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Überraschender Fund am Höllentalferner. Zwischen Müll und Ausrüstungsgegenständen lagen zwei Kameras – und Knochen.

Es könnten menschliche Überreste sein: Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei haben auf der Zugspitze Knochen gefunden. Wie die Bergwacht Grainau mitteilte, wurden sie bei einer Aufräumaktion am Zugspitz-Gletscher Höllentalferner entdeckt.

Ein beteiligter Bergwachtarzt hält die Knochen einem Bericht des „Merkur“ zufolge für möglicherweise menschlich. Die Polizei hat laut der Bergwacht Ermittlungen eingeleitet: Die Knochen sollen demnach nun genauer untersucht werden. Unter anderem werde ein Zusammenhang mit möglichen Vermisstenfällen überprüft.

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Unter den weiteren Funden am Gletscher befanden sich laut Bergwacht zwei GoPro-Kameras. Neben diversem Alltagsmüll wie Plastikflaschen seien zudem alte oder beschädigte Ausrüstungsgegenstände wie Schlafsäcke, Rucksäcke, Steigeisen und Stöcke zum Vorschein gekommen. Insgesamt seien drei sogenannte Big Bags mit einem Gesamtgewicht von rund 700 Kilogramm ins Tal geflogen worden.

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Zugspitze: Hier liegt Deutschlands wohl letzter Gletscher

Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau, zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe West sowie vier Besatzungsmitglieder der Polizeihubschrauberstaffel Bayern am Höllentalferner unterwegs. Neben der Aufräumaktion am Wochenende standen auch verschiedenen Rettungsübungen auf dem Programm, wie die Bergwacht am Dienstag mitteilte. Im Rahmen der Gebirgsflugausbildung der Hubschrauberbesatzung seien Landungen und Windenoperationen im anspruchsvollen Gelände geübt worden.

Der Höllentalferner liegt im Wettersteingebirge am Nordosthang der Zugspitze und gilt als Deutschlands größter Gletscher. Er befindet sich geschützt in einem schattigen Felskessel – vermutet wird, dass er in der Klimakrise am längsten übersteht. Doch auch er wird Experten zufolge wohl in den 2030er-Jahren vollständig verschwunden sein. Damit gäbe es in Deutschland dann keinen einzigen Gletscher mehr.

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