
Volatilität
Warum es gut ist, dass die Kurse an der Börse schwanken
Aktualisiert am 27.01.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 4 Min.
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An den Finanzmärkten geht es rauf und runter. „Volatilität“ nennen das Experten. Was manchen Sparer abschreckt, ist die Voraussetzung für Rendite.
Viele Sparer scheuen eine Anlage an der Börse, weil die Aktienkurse schwanken. Die Angst, alles zu verlieren, ist zwar nachvollziehbar, sie verstellt aber den Blick auf das Potenzial, das in diesen Schwankungen steckt.
Denn: Aktien und andere Wertpapiere sind gerade deshalb so ertragreich, weil sie schwanken. Ohne diese Volatilität gäbe es keine Rendite. Wir erklären Ihnen, was diese Kennziffer genau misst, warum Börsenkurse überhaupt schwanken und was Sie tun können, um das Risiko Ihrer Geldanlage zu senken.
Volatilität ist der Fachbegriff für Kursschwankungen an der Börse. Um genauer zu sein: Die Kennziffer misst, wie stark der Preis eines Wertpapiers oder eines Index um seinen Mittelwert schwankt.
Volatilität wird in Prozent angegeben. Ein Wert von 20 Prozent bedeutet zum Beispiel, dass Anleger damit rechnen müssen, dass der Kurs ihres Investments um durchschnittlich 20 Prozent nach oben oder unten um seinen Mittelwert schwanken wird.
Die Preise von Wertpapieren schwanken, weil sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage an den Finanzmärkten ständig ändert. Dabei ist viel Psychologie im Spiel. Jeder Anleger hat seine eigenen Erwartungen über den künftigen Preis eines Wertpapiers und handelt entsprechend.
Unsicherheiten, wie zum Beispiel Sorgen über die Konjunktur, anstehende politische Entscheidungen oder Unerwartetes wie eine Pandemie, treiben die Volatilität in die Höhe. Für Stabilität kann umgekehrt sorgen, dass eine Aktiengesellschaft seit Jahren ein ähnlich großes Gewinnwachstum verkündet.
Grundsätzlich gilt: ohne Risiko keine Rendite. Volatilität (und damit Risiko) ist also nicht per se schlecht. Mit ihr steigt nämlich nicht nur die Wahrscheinlichkeit für hohe Kursverluste, sondern auch die Chance auf hohe Kursgewinne.
Aktien haben in der Regel eine höhere Volatilität als Anleihen. Sie gelten daher als riskanter, aber eben auch als ertragreicher. Das Gute ist: Mit der richtigen Strategie können Sie dem Risiko ein Schnippchen schlagen.
Das funktioniert, indem Sie breit investieren, also nicht alles auf eine Karte setzen, und Ihr Geld langfristig anlegen. Möglich ist das zum Beispiel mit sogenannten Indexfonds, kurz ETFs.