
Hohe Strafe wegen gefälschter Dokumente
Einbürgerungsskandal: Verbandsvorstand tritt zurück
28.01.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Wirbel um zahlreiche eingesetzte Nationalspieler ziehen gleich mehrere Funktionäre Konsequenzen. Zuvor gab es eine Strafe durch die Fifa – wegen dreister Betrugsversuche.
Der komplette Vorstand des malaysischen Fußballverbands FAM hat nach einem Einbürgerungsskandal seinen Rücktritt erklärt. Amtspräsident Yusoff Mahadi begründete den Schritt am Mittwoch mit dem Schutz des Verbandsrufs und dem Bestreben, „das Risiko weiterer negativer Folgen zu mindern, die den malaysischen Fußball insgesamt beeinträchtigen könnten“. Die Fifa hatte den Verband zuvor mit einer Geldstrafe von 400.000 Euro belegt und sieben Spieler gesperrt, weil diese mit gefälschten Dokumenten eingesetzt worden waren.
In den manipulierten Unterlagen wurde behauptet, die im Ausland geborenen Spieler hätten malaysische Vorfahren. Die Fifa hatte ihre Untersuchung im Juni nach dem 4:0-Sieg Malaysias gegen Vietnam in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft gestartet, nachdem Hinweise eingegangen waren.
Mit den Rücktritten soll der Fifa und dem asiatischen Verband AFC „der nötige Spielraum“ gegeben werden, „um die Führungs-, Verwaltungs- und Verfahrensangelegenheiten innerhalb der FAM unabhängig zu bewerten, zu überprüfen und gegebenenfalls anzugehen“, erklärte Mahadi weiter.
Der malaysische Verband hat gegen die Entscheidung Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) eingelegt. Der Fall ist dort noch nicht abgeschlossen.