
Es gab in der Vergangenheit Messstellenbetreiber, die bis zu 900 Euro für Smart Meter verlangt haben. Die Verbraucherzentrale hat dagegen geklagt und den Prozess gewonnen. Solch überhöhte Preise sollten also nicht mehr verlangt werden.
Wer einen Smart Meter hat, kann seinen Stromverbrauch gezielter steuern und so Geld sparen. Das geht mit dynamischen Stromtarifen, die besonders für Großstromverbraucher sinnvoll sind. Größere Anlagen wie eine Wärmepumpe ziehen mit diesen Tarifen nur zu den günstigsten Tageszeiten Strom – der Smart Meter prüft dies automatisch anhand der Daten von der Strombörse.
Wer einen Smart Meter hat, profitiert außerdem von reduzierten Netzentgelten. Der genaue Rabatt hängt vom jeweiligen Netzbetreiber ab, da die Netzentgelte regional unterschiedlich sind. Die Reduzierung kann bis zu 90 Prozent des normalerweise fälligen Netzentgelts betragen.
Ein weiterer Vorteil des Smart Meters ist die genauere Analyse des eigenen Stromverbrauchs. Der Zähler erfasst in 15-Minuten-Intervallen den Stromverbrauch und ist dadurch besonders genau. Sie können dadurch erkennen, welche Geräte im Haushalt besonders viel Strom verbrauchen und gegebenenfalls nachjustieren, um den Verbrauch zu senken. Möglicherweise stellen Sie etwa fest, dass der Kühlschrank ungewöhnlich viel Strom zieht – und denken über eine Neuanschaffung nach.
Im Gegenzug für diese Vorteile haben Netzbetreiber im Falle einer bevorstehenden Netzüberlastung das Recht, den Stromverbrauch in Haushalten mit Smart Meter zu steuern. Zum Beispiel kann der Netzbetreiber die Stromeinspeisung von einer PV-Anlage stoppen oder drosseln.