Ein Nummernschild für zwei Autos

Sparen mit Schildern?

Was das Wechselkennzeichen wirklich bringt


Aktualisiert am 11.02.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Wechselkennzeichen: Zwar bieten Autoversicherer günstigere Tarife – aber wirklich sparen lässt sich nicht. (Quelle: GDV)

Das Wechselkennzeichen bietet so einige Vorteile. Für wen sich dieses besondere Nummernschild eignet und ob es auch Nachteile hat.

Zwei Autos teilen sich ein Kennzeichen: Was normalerweise natürlich illegal wäre, ist mit dem Wechselkennzeichen möglich. Dazu muss das Kennzeichen nur vor der Fahrt am jeweiligen Auto angebracht werden. Das Ganze funktioniert beispielsweise auch mit zwei Motorrädern – aber nicht mit einem Auto und einem Motorrad. Hier finden Sie die Vor- und Nachteile des Wechselkennzeichens im Überblick.

Im Juli 2012 wurde das Wechselkennzeichen in Deutschland eingeführt. Die Idee dahinter: Mit einem Kennzeichen lassen sich zwei Fahrzeuge anmelden.

Wer etwa einen Zweitwagen, beispielsweise einen Oldtimer, besitzt, kann auf diese Weise das ganze Jahr über auf dieses Auto zurückgreifen. Das wäre mit einem Saisonkennzeichen nicht möglich.

Dass sich zwei Fahrzeuge ein Nummernschild teilen, bedeutet allerdings auch: Es darf immer nur eines der Fahrzeuge gefahren werden – denn das jeweils andere ist zu diesem Zeitpunkt strenggenommen abgemeldet.

Wichtig: Das Wechselkennzeichen lässt sich beispielsweise für Pkw, Motorräder und Wohnmobile nutzen. Für viele Interessierte hat die Sache aber einen entscheidenden Haken. Denn beide Fahrzeuge, die sich das Kennzeichen teilen, müssen derselben Klasse angehören. Es lässt sich also für zwei Autos nutzen oder auch für zwei Motorräder – aber nicht für ein Auto und ein Motorrad.

Innerhalb dieser Fahrzeugklassen können sich zwei Fahrzeuge ein Wechselkennzeichen teilen – jedoch nicht zwei Fahrzeuge verschiedener Klassen.

Das Wechselkennzeichen besteht aus einem Nebenkennzeichen, das jeweils am Fahrzeug bleibt, und einem Hauptnummernschild, das vor der Fahrt am Fahrzeug angebracht werden muss.

Insgesamt erhalten Sie also sechs Teile: je zwei kleine Zusatzbleche für beide Fahrzeuge mit der Kennziffer 1 oder 2 (bleiben dauerhaft am Fahrzeug), außerdem zwei Nummernschilder. Sie werden immer an dem Fahrzeug befestigt, mit dem Sie als nächstes fahren möchten. Darauf befindet sich zusätzlich ein kleines „W“ über dem Siegel des Bundeslandes.

Nutzer des neuen Wechselkennzeichens dürfen das jeweils ungenutzte Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum parken. Es muss auf einem Privatgrundstück abgestellt werden, denn sobald es kein gültiges Kennzeichen trägt, gilt es als nicht angemeldet. Dann droht ein Bußgeld.

Kaum. Einen Steuervorteil bringt das Kennzeichen nicht: Für beide Fahrzeuge muss der volle Kfz-Steuersatz entrichtet werden. Zwar geben Versicherungen kleine Beitragsnachlässe. Davon bleibt allerdings nicht viel übrig, nachdem die anfallenden Kosten (einmalige Verwaltungsgebühren ca. 65 Euro sowie etwa 40 Euro für zwei Nummernschildsätze) bezahlt sind.

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