Heftige Verletzung bei London Marathon
„Als ob mein Fuß explodiert“
27.04.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Eilish McColgan beendete den London-Marathon trotz blutüberströmten Fußes als beste Britin. Ob sie im Juli bei den Commonwealth Games starten kann, ist noch offen.
Eilish McColgans hat den London Marathon als Siebte in 2:24:51 beendet. Die Schottin kam jedoch mit blutüberströmtem Fuß ins Ziel. Der Grund: offenbar eine riesige Blase. „Es fühlte sich an, als ob mein Fuß explodiert wäre“, sagte die 35-Jährige nach dem Rennen. Die Verletzung zwang sie, ihren Laufstil anzupassen; sie konnte kaum noch Druck auf den Fuß ausüben. Ab Kilometer 38 kamen Knieprobleme hinzu. Nach dem Zieleinlauf musste sie einen Arzt aufsuchen. Die Ursache blieb unklar – McColgan schloss ihre Laufschuhe aus, die sie das gesamte Jahr über regelmäßig getragen hatte.
Trotz allem verbesserte sie sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz. 2025 hatte sie beim London-Marathon ihr Marathondebüt gegeben und war Achte geworden. Die Zeit spiegelt ihren aktuellen Fitnessstand nicht wider, sagte sie.
Hinter McColgan beendeten zwei weitere Britinnen das Rennen unter den ersten Zwölf. Rose Harvey lief in 2:26:14 auf Platz neun, Louise Small kam in 2:28:29 als Elfte ins Ziel.
Wie es für McColgan weitergeht, ist noch offen. Sie will zunächst die Verletzung auskurieren und dann entscheiden, ob sie im Juli bei den Commonwealth Games in Glasgow für Schottland antritt – einem Wettkampf, bei dem sie 2022 Gold über 10.000 Meter gewann. Langfristig hat sie einen schnelleren Marathon im Blick. Sie nannte Berlin und Chicago als mögliche Ziele und zeigte sich überzeugt, eine Zeit unter 2:20 Stunden laufen zu können.
