
Nach Übernahme durch BMW
Alpina ist jetzt eine eigene Automarke
05.01.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.
BMW integriert Alpina als eigenständige Automarke und verändert dabei das Markenbild. Die bisherigen Eigentümer verfolgen andere Projekte außerhalb des Konzerns.
Neubeginn für eine bekannte Marke: Seit dem Jahreswechsel gehört der ehemalige Kleinserienhersteller Alpina vollständig zur BMW Group und firmiert künftig unter dem Namen BMW Alpina als eigenständige Linie innerhalb des Konzerns. Sichtbar wird der Wechsel nicht nur im Namen, sondern auch in der Gestaltung, mit einer neuen Wortmarke am Heck und einem veränderten Logo. An der Ausrichtung soll sich hingegen nichts ändern.
BMW hatte bereits 2022 angekündigt, die Rechte an der Marke Alpina zu übernehmen. Mit Beginn des Jahres 2026 ist dieser Schritt vollzogen. Die Fahrzeuge entstehen weiterhin auf Basis von BMW-Serienmodellen.
Ein wesentlicher Teil der Umstellung betrifft das Markenbild: Bereits im Juli 2025 hat BMW ein neues Alpina-Logo beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen lassen. Es ersetzt das heraldische Wappen durch ein kreisförmiges Markenzeichen mit vertikal geteiltem Innenbereich. Die bekannten technischen Symbole – Einzeldrosselanlage und Kurbelwelle – bleiben erhalten, sind jedoch grafisch vereinfacht.
Die eingereichte Version ist in Schwarz-Weiß gehalten, die bisherigen Alpina-Farben Rot und Blau fehlen. Ob sie später erneut aufgegriffen werden, ist derzeit offen. Auch typografisch geht BMW einen eigenen Weg: Die neue Wortmarke „BMW Alpina“ verwendet nicht die Hausschrift des Konzerns. Der Schriftzug orientiert sich in Form und Anmutung an einem historischen Vorbild aus den 1970er-Jahren und ist nun zentral am Heck der Fahrzeuge angebracht.
BMW positioniert die neue Marke nicht als sportliche Alternative zur BMW M GmbH, sondern als eigenständige Linie mit abweichender Zielgruppe. Der Fokus liegt laut BMW auf einem speziellen Fahrerlebnis mit hoher Motorleistung, abgestimmt auf längere Strecken und alltagsorientiertes Fahren – im Gegensatz zu den M-Modellen, die einen stärkeren Fokus auf sportliches Fahren legen.
Erste Modelle könnten auf Basis der 7er-Baureihe und des X7 entstehen. In internen Dokumenten ist von eigenständigen Baureihencodes die Rede. Zu Zeitplänen und konkreten Fahrzeugen gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Die bisherigen Eigentümer der Marke Alpina, die Familie Bovensiepen, zieht sich mit der Übergabe aus dem BMW-Konzern zurück. Zugleich kündigte sie an, unter dem Namen Bovensiepen künftig eigene Fahrzeuge zu entwickeln. Das erste Modell soll im Laufe des Jahres erscheinen – ein zweisitziger Roadster auf Basis des BMW Z4, gestaltet gemeinsam mit dem Designstudio Zagato. Weitere Details liegen bislang nicht vor.