„Es ging um Leben und Tod“

Hirnblutung: Dynamo-Profi schildert persönliches Drama

14.10.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Lars Bünning: Der Zweitliga-Profi kann aktuell nicht bei den Spielen seiner Mannschaft mitwirken. (Quelle: IMAGO/Noah Wedel/imago)

Im Mai erleidet Lars Bünning eine Hirnblutung. Jetzt spricht er erstmals über den Tag, an dem er fast sein Leben verloren hätte.

Dynamo Dresdens Innenverteidiger Lars Bünning hat sich erstmals öffentlich zu den genauen Umständen seiner Hirnblutung geäußert. „Man muss ganz ehrlich sein, es ging um Leben und Tod. Das ist einfach so. Wenn nicht schnell genug gehandelt worden wäre, dann würde ich heute nicht hier sitzen, und vor allem nicht in diesem Zustand“, sagte der 28-Jährige auf der Bühne eines Live-Podcasts im Gespräch mit seinem früheren Mitspieler Stefan Kutschke.

Die Ende Mai erlittene Hirnblutung sei „aus heiterem Himmel gekommen“, erklärte er. „Ich war auf dem Sprung zu einem Junggesellenabschied, wollte mich bei meinen Eltern im Badezimmer fertig machen. Doch dann wurde es komisch.“

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Mit schwindendem Bewusstsein habe er noch seine Frau anrufen können, die schnell Hilfe organisierte. Bünnings Schwägerin, die herbeigerufen worden war, habe ihm später von seinem immer schlechter werdenden Zustand erzählt: „Wo ich auf dem Boden lag, habe ich wohl vor Schmerzen geschrien.“

Abtransport per Hubschrauber: Bünning wird notoperiert

Erst nach dem Abtransport mit einem Hubschrauber sei er auf der Intensivstation aufgewacht, wo sich der behandelnde Arzt gefragt habe: „Lebt er oder lebt er nicht?“ Wegen der noch vorhandenen Schwellungen sei Bünning daraufhin in ein künstliches Koma versetzt worden. Erst nachdem die Schwellungen zurückgegangen waren, sei die Notoperation vorgenommen worden.

Wie Bünning anschließend erfahren habe, habe eine angeborene Fehlbildung die Blutzirkulation in seinem Kopf blockiert. Diese sei nun aber vollständig entfernt worden. Der vorerst letzte operative Eingriff folgt am 1. Dezember. Auf dem Weg zum angestrebten Comeback gehe es aktuell aber nur um „kleine Treppenstufen, die man hochsteigt“.

Bünning spielt seit 2023 in Dresden und war als Stammspieler maßgeblich am Aufstieg der Mannschaft 2025 in die 2. Bundesliga beteiligt. Sein Vertrag beim Tabellen-16. läuft nur bis zum Saisonende.

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