DWS zieht die Notbremse
Immobilienfonds stoppt Auszahlungen fast komplett
27.10.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Zinswende hat drei Immobilienfonds der DWS in Bedrängnis gebracht. Nun greift die Gesellschaft zu einer gesetzlich geregelten Notmaßnahme.
Die DWS Grundbesitz hat die Rücknahme von Anteilen ihres Immobilienfonds „Grundbesitz Europa“ eingeschränkt. Ab Mittwoch werden fällige Rücknahmeaufträge zunächst nur noch zu zehn Prozent ausgezahlt. Die Maßnahme ist gesetzlich auf maximal zwölf Monate begrenzt, kann aber je nach Liquiditätslage früher aufgehoben werden, wie Reuters berichtet.
Regelung seit 27. Oktober in Kraft
In Kraft getreten ist die Regelung am Dienstag, dem 27. Oktober 2026. Christian Bäcker, Geschäftsführer der DWS Grundbesitz, räumte ein, die Entscheidung könne „persönliche Belastungen für Anleger mit sich bringen“.
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Mit der Maßnahme will die Gesellschaft nach eigenen Angaben Zeit für geordnete Immobilienverkäufe gewinnen. Das Portfoliomanagement solle weiterhin Objekte veräußern, um die Liquiditätsquote zu steigern, Kredite zurückzuzahlen und die Auszahlungsquote schrittweise wieder anzuheben.
Hintergrund ist die Zinswende, die insgesamt drei offene Immobilienfonds der DWS in Schwierigkeiten gebracht hatte. Der „Grundbesitz Europa“ ist nun der erste, bei dem die Gesellschaft die Anteilsrücknahme förmlich einschränkt.
