Düsseldorf: Brutale Massenschlägerei in Landgericht

Prozess unterbrochen

Massenschlägerei in Landgericht – 20 bis 25 Beteiligte


14.01.2026 – 15:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Gerichtsgebäude in Düsseldorf (Archivbild): Mehrere Menschen wurden verletzt. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer/imago)

Ein 22-jähriger Autoposer steht vor Gericht, er soll eine Frau schwer verletzt haben. Doch dann gerät der eigentliche Prozess in den Hintergrund – weil plötzlich die Fäuste fliegen.

Bei einer Massenschlägerei am Rande einer Gerichtsverhandlung sind in Düsseldorf mehrere Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sind Sprechern des Landgerichts zufolge zwei Justizwachtmeister.

Die Schlägerei, an der sich 20 bis 25 Personen beteiligt hätten, habe nach einer Zeugenaussage auf dem Gerichtsflur begonnen, hieß es. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, verließen während der Zeugenaussage plötzlich zahlreiche Zuschauer den gut besuchten Schwurgerichtssaal. Auf dem Gang sei es umgehend zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen.

Schwerverletzte gab es dem Bericht zufolge nicht. Die beiden Justizwachtmeister, die die rivalisierenden Parteien voneinander trennten, kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Polizei eilte mit einem größeren Aufgebot zum Gericht.

Der Prozess wurde nach der Schlägerei unterbrochen und vertagt. Es geht um versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung: Ein 22-jähriger Autofahrer soll im vergangenen September am Rande eines Straßenfestes in Düsseldorf mit durchdrehenden Reifen eine Straße auf- und abgefahren sein, um Aufmerksamkeit zu erregen. Bei einem seiner Manöver soll er eine 44 Jahre alte Frau angefahren und so schwer verletzt haben, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Eine Mordkommission nahm damals die Ermittlungen auf.

Die 44-Jährige scheint kein Zufallsopfer gewesen zu sein: Vorher soll es Streit zwischen dem 22-Jährigen und der Familie des späteren Opfers gegeben haben. Eine Angehörige der 44-Jährigen war laut Polizei rund eine Woche vor dem Straßenfest Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Der 22-Jährige habe daraufhin ihre Familie bedroht.

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