
Experimenteller Laser-Jet
Ukraine zerstört Putins „fliegendes Labor“
25.11.2025 – 18:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Ukraine gelingt ein erfolgreicher Drohnenangriff: Russlands Laser-Testflugzeug A-60 und ein modernes AWACS-System sind nach der Attacke wohl unbrauchbar.
Nach ukrainischen Angaben wurden bei einem Drohnenangriff auf das Luftfahrtwerk Taganrog Aviation Scientific and Technical Complex (TANTK) in der Region Rostow am Don zwei außergewöhnlich wertvolle russische Flugzeuge zerstört: Das experimentelle sowjetische Laser‑Testflugzeug A‑60 sowie eine Version des AWACS‑Systems A‑100, das als Nachfolgemodell der älteren A‑50‑Plattform galt.
Dem ukrainischen Generalstab zufolge waren die Explosionen so heftig, dass eine Endmontagehalle im Werk sowie die nahe gelegene Stellung eines russischen S‑400‑Luftverteidigungssystems erheblichen Schaden nahmen. Die russische Seite hat den Angriff bislang nur teilweise eingeräumt: Der Gouverneur der Region ließ Schäden an Wohnhäusern, einem Lager und einer Gasleitung melden. Angaben über die zerstörten militärischen Luftfahrzeuge fehlen. Diese in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen sollen die Angriffe zeigen:
Analysten werten die mutmaßliche Zerstörung des A‑60 und A‑100 als symbolisch bedeutsamen Verlust für Russland. Der A‑60 war nur in zwei Prototypen realisiert worden und galt als eine der ungewöhnlichsten Flugzeugentwicklungen Russlands. Es handelt sich um ein ursprünglich sowjetisches Projekt, bei dem ein Il‑76‑Transportflugzeug als Plattform für einen Megawatt‑Laserturm umgerüstet wurde. Experten beschrieben ihn als ein fliegendes Labor zur digitalen Kriegsführung gegen Satelliten und Luftfahrzeuge.
Das Modell A‑100 galt lange als russischer Ersatz für die älteren AWACS‑Flugzeuge, die zur Luftraumüberwachung dienen. Die Einstellung des Programms wurde wiederholt verschoben, sodass der Verlust eines A‑100‑Testgeräts als empfindlich eingestuft wird.
Die ukrainischen Behörden sehen den Schlag als Teil einer Serie gezielter Angriffe auf russische Hochtechnologie‑Luftfahrtanlagen. In den vergangenen Monaten seien mehrere Bomber‑ und UAV‑Produktionsstätten betroffen gewesen – was die Verteidigungsfähigkeit Russlands im Bereich moderner Luftwaffe nachhaltig herausfordern könnte. Unabhängig bestätigen lässt sich die Zerstörung der Flugzeuge bislang aber nicht.











