DHL erneut betroffen

Drohne mit Sprengstoff an Leipziger Flughafen gesichtet


Aktualisiert am 05.08.2026 – 11:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Maschinen auf dem Flughafen Leipzig/Halle (Archivbild): In der Nacht zum Mittwoch wurde der Betrieb zeitweise eingestellt. (Quelle: IMAGO/EHL Media/Erik-Holm Langhof/imago)

Eine Drohne fliegt unerlaubt über den Flughafen Leipzig – und ruft die Bundespolizei auf den Plan. Eine ukrainische Airline rückt in den Fokus.

Am Leipziger Flughafen ist nach Angaben eines Nato-Sprechers eine Drohne in der Nähe eines Flugzeugs gesichtet worden. Die Polizei habe das Fluggerät in der Nacht gesichert. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Morgen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein, zuvor berichtete die „Bild“-Zeitung über den Vorfall.

Die Polizei habe das Fluggerät gesichert, hieß laut Sicherheitskreisen. Die Drohne war demnach kurz vor Mitternacht nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine bemerkt worden. Die Bundespolizei war nach Angaben aus Sicherheitskreisen am frühen Morgen im Einsatz. Die Drohne sei inzwischen mit einem Röntgengerät untersucht worden.

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Nach Angaben des Logistikkonzerns DHL war der Konzern betroffen. „Es gab in der letzten Nacht einen Zwischenfall in Leipzig“, sagte Konzern-Chef Tobias Meyer. „Das hatte betriebliche Auswirkungen“, fügte er hinzu, die „durchaus spürbar“ seien. Eine DHL-Maschine sei demnach kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Das Flugzeug habe aber sicher in Hannover landen können.

Große Teile des Betriebs von Antonov-Airline laufen über Leipzig

Der Nordbereich ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Südpiste ist für die Ermittlungen derzeit noch gesperrt. Die Landespolizei habe die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei aufgenommen.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs laufen große Teile des Betriebs der Antonow-Airline über den Flughafen Leipzig/Halle. Mehrere Transportflugzeuge der Fluggesellschaft sind auf dem Flughafen stationiert.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Juli 2024. Damals war auf dem Leipziger Flughafen ein Päckchen in Flammen aufgegangen, das für eine DHL-Frachtmaschine gedacht war. Derzeit läuft in Litauen ein Prozess gegen fünf Verdächtige, denen Kontakte zu russischen Diensten nachgesagt werden.

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