Sächsisches Rezept

Dresdner Sauerbraten: Im Frühling wird der Klassiker aufgepeppt


07.04.2026 – 12:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Angerichteter Sauerbraten (Symbolbild): Am besten lange einwirken lassen: Die Marinade sorgt für zartes Fleisch beim Sauerbraten, der in der Spargelzeit mit dem beliebten Gemüse serviert werden kann. (Quelle: Theres Pluppins/dpa)

Die sächsische Küche ist vielseitig – mit Einflüssen aus Böhmen, Österreich und Polen. Während der Spargelzeit lässt sich besonders ein Fleisch-Klassiker aufpeppen.

Die Dresdner Küche ist geprägt von deftigen, traditionsreichen Gerichten mit süß-sauren und würzigen Aromen. Die herzhaften Zutaten werden oft ergänzt durch saisonale Produkte aus der Region, wie auch bei einem besonderen Braten aus der ostdeutschen Küche.

Was früher vor allem an Festtagen auf den Tisch kam, gehört heute zu den bekanntesten Spezialitäten der Region: der Dresdner Sauerbraten. Zubereitet werden kann er jetzt mit einer saisonalen Spargel-Beilage. Schwer ist das Rezept nicht, braucht allerdings etwas Zeit.

Erst durch das mehrtägige Marinieren erhält das Fleisch seinen charakteristischen säuerlich-würzigen Geschmack. In der Landeshauptstadt wird das Gericht häufig mit Rotkohl und Klößen serviert. Zur Spargelzeit lässt sich der traditionelle Sauerbraten leicht abwandeln: Frischer Spargel wird als Beilage gereicht oder in die Soße integriert. Vor allem die weiße Variante des Gemüses eignet sich.

Zunächst wird das Rindfleisch in eine ausreichend große Schüssel gelegt und vollständig mit Butter- oder Sauermilch bedeckt. Alternativ kann frische Milch leicht mit Essig angesäuert werden. Anschließend werden Lorbeerblatt und Gewürzkörner hinzugegeben. Das Fleisch zieht ein bis zwei Tage im Kühlschrank durch und wird dabei mehrmals gewendet.

Danach wird das Fleisch aus der Flüssigkeit genommen, trocken getupft und mit Salz eingerieben. In einem Bräter oder einer großen Pfanne wird Fett erhitzt, anschließend wird das Fleisch zusammen mit gewürfeltem Speck kräftig auf jeder Seite angebraten.

Nach der Röstphase werden fein gehackte Zwiebeln hinzugegeben und ebenfalls angebraten. Danach wird die Pfanne mit der Marinade aufgegossen. Das Fleisch sollte nun abgedeckt etwa zwei Stunden schmoren. Zwischenzeitlich, nach rund einer Stunde, werden die zuvor in kleine Stücke geschnittenen Möhren hinzugefügt.

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