Die deutsche Nationalmannschaft verliert ihr abschließendes WM-Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2. Gleich mehrere Stars liefern eine enttäuschende Leistung. Die Einzelkritik.

Aus New York / New Jersey berichtet William Laing

Das war nicht das Finale der WM-Gruppe E, das sich die deutsche Nationalmannschaft vorgestellt hatte. 1:2 hieß es am Ende gegen eine zeitweise furios aufspielende Elf von Ecuador, trotz früher Führung gab die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann das Spiel noch ab.

„Wir hatten einen super Start. Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri bei der Positionierung zu machen. Dann wird es schwer“, sagte Nagelsmann nach der Partie bei MagentaTV.

„Ein bisschen zu viel Freestyle“

Für das anstehende Sechzehntelfinale gegen einen Gruppendritten am Montag (ab 22.30 Uhr im Liveticker bei t-online) forderte der 38-Jährige: „Wir müssen souveräner spielen nach Führung, nicht so viel Positionen wechseln. Es war ein bisschen zu viel Freestyle nach der Führung.“

Wer in der Partie besonders negativ auffiel – und wer aber trotz des Ergebnisses eine Bereicherung für das Team war – lesen Sie oben in der Fotoshow oder hier.

  • Trotz Blitzstart: Deutschland verliert letztes Gruppenspiel
  • „Hört auf mit dem Quatsch, ehrlich“: Nagelsmann nach Pleite sauer

Der dieses Mal torlose Joker Deniz Undav meinte: „Ecuador war griffiger, ekliger und wollte den Sieg mehr. Wir waren auch nicht so zielstrebig wie in den ersten beiden Spielen. Daraus müssen wir lernen.“

Es war die erste Niederlage nach zuvor elf Länderspielsiegen in Serie unter Nagelsmann. Durch die unerwartete Pleite wurde dazu die unter dem damaligen Bundestrainer Jupp Derwall zwischen 1979 und 1980 aufgestellte Bestmarke von zwölf Siegen hintereinander verpasst. In der K.-o.-Runde muss nun wieder eine Steigerung her.

Share.
Die mobile Version verlassen