Anti Aging für die Arme
Diese drei Übungen helfen gegen „Winkearme“
Aktualisiert am 12.04.2026 – 06:25 UhrLesedauer: 4 Min.
Schlaffe Oberarme empfinden viele als unästhetisch. Sie möchten etwas gegen die „Winkearme“ tun. Drei Basisübungen straffen die Armmuskulatur schnell.
Als „Winkearme“ werden schlaffe Oberarme bezeichnet. Vor allem beim Winken wackelt die Haut ordentlich mit – daher der Name. Ursache der bewegten Haut an den Armen ist ein Missverhältnis zwischen Haut und Muskulatur: zu viel Haut, die durch die Schwerkraft nach unten gezogen wird und zu wenig Muskeln, welche die Haut straffen. Wie man die Oberarmmuskulatur gezielt stärken kann, verrät ein Sportwissenschaftler.
Winkearme kommen vor allem bei Frauen vor
Männer wie Frauen können Winkearme haben. Allerdings sind Frauen aufgrund der geringeren Muskelmasse häufiger von Winkearmen betroffen. Auch ist bei ihnen das Bindegewebe meist schwächer – die Haut „hängt“ leichter. Bei Männern ist oft ein zu hoher Fettanteil die Ursache, wenn die Oberarme schwabbeln. Ein weiterer Risikofaktor für beide Geschlechter ist das Alter: Nimmt die Hautelastizität ab, werden schlaffe Oberarme optisch auffälliger.
„Wen die Winkearme stören, der kann mit gezieltem Muskeltraining entgegenwirken. Je mehr Volumen die Muskeln haben, desto stärker straffen sie die Haut an den Oberarmen. Bei Übergewicht unterstützt ergänzend eine Ernährungsumstellung“, sagt Professor Dr. Ingo Froböse, Universitätsprofessor an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Muskeln brauchen Anstrengung zum Wachsen
Je stärker die Armmuskulatur gefordert ist, desto mehr wächst sie. Nur ein ermüdeter Muskel bekommt das Signal zum Wachsen. Sein Ziel: Beim nächsten Mal die geforderte Leistung bringen zu können.
Laut dem Sportexperten ist das Armtraining dann besonders effektiv, wenn man bei den Wiederholungen dann noch eine obendrauf setzt, wenn man nicht mehr kann: „Durch die Überlastung des Muskels wird dieser angeregt, kleine Proteinbausteine in den Muskeln einzulagern. Das Muskelvolumen nimmt zu“, erklärt Froböse.
Zur Person
Professor Dr. Ingo Froböse ist Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er ist dort Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung und Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation.
Die beste Übung gegen Winkearme: Dips
Wer den Winkearmen zu Leibe rücken möchte, braucht nicht zwingend ein Fitnessstudio. Auch zu Hause lässt sich ein effektives Trainingsprogramm durchführen. Besonders wirksam sind dem Experten zufolge Dips. Hierfür braucht man lediglich einen Stuhl.
Die Hände greifen rechts und links neben dem Po die vordere Stuhlkante. Die Ellbogen zeigen nach hinten. Die Füße wandern nach vorne, bis der Po im Abstand von einigen Zentimetern zur Stuhlkante in der Luft hängt. Die Füße stehen hüftbreit vor dem Stuhl auf dem Boden. Die Knie sollten etwa 90 Grad angewinkelt sein. Aus dieser „Brückenposition“ heraus werden die Arme gebeugt und der Po bis kurz vor den Boden abgesenkt. Dann die Arme wieder strecken und den Oberkörper nach oben drücken. Wichtig: Die Arme nicht komplett durchstrecken, um die Ellbogen zu schonen.
„Starten Sie mit zehn bis 15 Wiederholungen. Bei der letzten Wiederholung sollte der Muskel müde sein. Machen Sie eine kurze Pause. Wiederholen Sie das Set noch zweimal“, rät Froböse. Wichtig laut dem Experten: Nur jeden zweiten bis dritten Tag trainieren. Die Muskeln brauchen Regenerationszeit, um wachsen zu können. Wer sie täglich herausfordert, stört den Wachstumsprozess. Auch bei Muskelkater sollte man eine Trainingspause einlegen.
